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Schlagabtausch zwischen 1860-Präsidium und Ismaik geht weiter | BR24

© picture-alliance/dpa

Geschäftsstelle TSV 1860 München

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Schlagabtausch zwischen 1860-Präsidium und Ismaik geht weiter

1860-Investor Hasan Ismaik hat sich mal wieder in den sozialen Netzwerken zu Wort gemeldet. Diesmal beschwert sich der Jordanier über den Umgang des Präsidiums mit Trainer und Vereinsikone Daniel Bierofka.

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Der Ton zwischen Investor und 1860-Führung wird deutlich rauher: Seinen aktuellen Facebook-und Twitter-Post beginnt Hasan Ismaik mit den Worten: "Eigentlich wollte ich mich nicht länger mit Nebensächlichkeiten aufhalten - dafür ist mir meine kostbare Zeit zu wertvoll. Doch die neueste, entlarvende und spaltende Erklärung des Präsidiums des TSV 1860 München hat mich dazu veranlasst, diesen Post zu schreiben."

Kritik am Umgang mit Trainer Bierofka

Was ist passiert, dass der Investor so harsche Worte wählt? Vor kurzem gab es eine Stellungnahme der Klub-Oberen um Präsident Robert Reisinger, wo es auch um Daniel Bierofka ging. Der Passus, der dem Jordanier jetzt so aufstößt ist folgender: "Der TSV 1860 hat vor Bierofka existiert und er wird es auch nach ihm tun." Heißt im Klartext: Trainer und Vereinslegende Bierofka ist nicht unantastbar. Zwar steht in der Mitteilung auch, "der TSV 1860 schätzt Bierofkas Engagement und weiß es zu honorieren", aber ein kleiner Beigeschmack bleibt.

Apropos honorieren: In der Stellungnahme wird indirekt auch auf das Gehalt des Coaches eingegangen: Er habe "einen für die Verhältnisse der 3. Liga gut dotierten Vertrag". Für Ismaik sind solche Aussagen offenbar ein No-Go.

"Ich werde nicht länger tolerieren, dass der Verein unser größtes Kapital Daniel Bierofka - neben der zweifelsfrei treuen und faszinierenden Fanlandschaft - beschädigt. Daniel wird von Vereinsseite nicht nur unterstellt, dass er viel Geld verdiene, sondern es wird auch ganz bewusst versucht, ihn wegzuloben." Hasan Ismaik

Der Jordanier lobt den Trainer ausdrücklich für seine Arbeit: "Ich schätze sein Engagement und seine Hartnäckigkeit. Ich werde es nicht zulassen, dass Daniel nicht mehr gerne zu 1860 fährt", so der 42-Jährige.

© BR

Der Auslöser des aktuellen Disputs mit Hasan Ismaik: Präsident Robert Reisinger stellte sich bei "Blickpunkt Sport" den Fragen von Markus Othmer. Welche Zukunft haben die Löwen?

Wie wird die 1860-Führung reagieren?

Der Schlagabtausch zwischen dem Investor und Präsidium geht also in die nächste Runde. Ende August hatte Ismaik Löwen-Präsident Reisinger nach seinem Auftritt bei Blickpunkt Sport attackiert. Der hatte damals behauptet, die Kommunikation mit Ismaik laufe "sehr viel über Anwälte ab".

Der Jordanier konterte wie auch jetzt in den sozialen Netzwerken, der Präsident habe kein Interesse an einer Zusammenarbeit. Man darf gespannt sein, wie das Präsidium auf die erneute Ismaik-Kritik reagieren wird. Denn erst am Montag stellten die Verantwortlichen in einer Mitteilung klar:

"Wir sind nicht bereit, wiederkehrende Entgleisungen, die zumeist über sein Facebook-Profil 'Ismaik1860', aber auch in Interviews, verbreitet werden, zu akzeptieren." 1860-Führung