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Schicksal von Müller überschattet Skiflug-WM am Kulm | BR24

© dpa-bildfunk

Skispringer Lukas Müller

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    Schicksal von Müller überschattet Skiflug-WM am Kulm

    Skispringer Lukas Müller droht nach seinem schweren Sturz bei der Skiflug-WM am Kulm ein Leben im Rollstuhl. "Wir haben eine inkomplette Querschnittslähmung festgestellt. Derzeit kann er seine Beine nicht bewegen", teilte das Klinikum in Graz mit.

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    Müller hatte sich am Mittwoch bei seinem Sturz eine Fraktur im unteren Halswirbelbereich erlitten. Der frühere Junioren-Weltmeister war sofort ins Landeskrankenhaus Graz gebracht worden.

    Ob der 23-jährige Österreicher je wieder gehen kann, sei eine Frage "von Monaten, wahrscheinlich sogar einem Jahr", sagte Universitäts-Professor Dr. Gernot Brunner auf einer Pressekonferenz. Bei dem Vorspringer hatte sich kurz vor der Landung der linke Ski gelöst. "Herr Müller hat bereits an der Schanze gemerkt, dass er die Beine nicht bewegen kann. So etwas ist für einen Patienten natürlich ein Schock", sagte der behandelnde Arzt Prof. Dr. Franz-Josef Seibert. Eine "Restsensibilität" in den Beinen sei aber vorhanden. "Er hat uns gebeten, dass wir alles unternehmen, damit er wieder gehen kann", sagte Seibert. 

    Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich betroffen von der Verletzung seines ehemaligen Schützlings. "Ich kenne ihn noch von meiner Zeit am Skigymnasium in Stams", sagte der Österreicher: "Mir tut es extrem weh."  Müller wird zur Überwachung und Stabilisierung noch mehrere Tage auf der Intensivstation bleiben. "Rückenmarksverletzungen in diesem Umfang beeinträchtigen einige Organfunktionen", sagten die Ärzte. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) sagte Müller die volle Unterstützung zu, obwohl der Informatik-Student nicht mehr Mitglied eines ÖSV-Kader ist.