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"Abteilung Attacke": Hoeneß will auch im Ruhestand laut sein | BR24

© picture alliance / Sven Simon

Noch-Bayern-Präsident Uli Hoeneß will nach seinem offiziellen Ausscheiden die "Abteilung Attacke" ausfahren. Das hat er jetzt angekündigt.

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    "Abteilung Attacke": Hoeneß will auch im Ruhestand laut sein

    Ab Freitag wird die Welt des FC Bayern München eine andere sein: Uli Hoeneß will bei der Jahreshauptversammlung nicht erneut als Präsident kandidieren. Von Ruhestand kann dennoch keine Rede sein - Hoeneß kündigte jetzt die "Abteilung Attacke" an.

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    Uli Hoeneß ist als Polterer bekannt - meist teilt er aus gegen Journalisten, mal droht er aber auch dem Deutschen Fußballbund und Nationaltrainer Löw. Aufhören will der 67-Jährige damit nicht, selbst wenn er am Freitag als Präsident des FC Bayern München ausscheidet. Das hat er am Sonntagabend nach dem Sieg der Münchner Basketballer gegen Alba Berlin angekündigt.

    Hoeneß will FC Bayern "wie eine Glucke" bewachen

    "Der eine oder andere Journalist wird sich jetzt schon gefallen lassen müssen, dass ich die Abteilung Attacke wieder ausfahre, jetzt wo ich dann keine offizielle Funktion mehr habe." Uli Hoeneß, scheidender Präsident des FC Bayern München

    Er werde den Verein "wie eine Glucke bewachen", sagte Hoeneß weiter. Immer dann, wenn er Unsachliches höre oder sehe, werde er sich in die öffentliche Debatte einmischen.

    Empörter Anruf in Fußball-Talkshow

    Einen kleinen Vorgeschmack darauf gab es schon am Sonntag: Da hatte Hoeneß in der Sport1-Sendung "Doppelpass" angerufen und war live in die Talkrunde geschaltet worden.

    Der scheidende Bayern-Präsident empörte sich darüber, dass die Expertenrunde ungebührend mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic umgegangen sei - trotz des 4:0-Siegs der Bayern im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund. Salihamidzic käme "in der öffentlichen Wahrnehmung total zu schlecht weg", polterte Hoeneß.

    Lob für Salihamidzic

    Und er warb deutlich für den 42-Jährigen, der seit Ende Juli 2017 Sportdirektor beim FC Bayern ist. "Mit ihm werden wir noch viel Spaß haben", sagte Hoeneß. Der Bayern-Aufsichtsrat entscheidet am heutigen Montag über die Aufnahme von Salihamidzic in den von Karl-Heinz Rummenigge angeführten Vorstand.

    Salihamidzic habe einen guten Job gemacht in diesem Jahr, betonte Hoeneß in seinem Anruf. Als Beispiel nannte er die Transfers der französischen Weltmeister Benjamin Pavard, Lucas Hernández und des jungen Kanadiers Alphonso Davies, die "allein auf seinem Mist gewachsen" seien.

    Hainer soll Hoeneß ablösen

    Hoeneß wird bei der Jahreshauptversammlung am Freitag in der Münchner Olympiahalle nicht wieder als Präsident kandidieren. Sein Nachfolger soll der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer werden. Der 65 Jahre alte Niederbayer soll Hoeneß danach auch als Chef des Aufsichtsrates ablösen. Hoeneß will dem Kontrollgremium aber als einfaches Mitglied auch weiter angehören. Hainer ist bislang schon stellvertretender Aufsichtsratschef.