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Schalkes Aufsichtsratschef Tönnies tritt zurück | BR24

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Clemens Tönnies

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    Schalkes Aufsichtsratschef Tönnies tritt zurück

    Clemens Tönnies gibt den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden bei Fußball-Bundesligist Schalke 04 ab. Der Unternehmer war zuletzt in die Kritik geraten nach zahlreichen Corona-Fällen in seinem Fleischverarbeitungsunternehmen.

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    Clemens Tönnies legt sein Amt als Aufsichtsratschef beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 nach 19 Jahren nieder. Das bestätigte der Klub am Dienstag.

    "Als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats hat Clemens Tönnies ganz entscheidenden Anteil daran, dass sich der FC Schalke 04 in den vergangenen 26 Jahren als eines der sportlichen und wirtschaftlichen Schwergewichte in der Bundesliga etabliert hat. Wir wissen, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist, daher gebührt ihr unser höchster Respekt." Stellungnahme der Schalke-Vorstände Alexander Jobst und Jochen Schneider

    Tönnies war zuletzt in die Kritik geraten, weil es in seinem Fleisch-Zerlegungsbetrieb in Rheda-Wiedenbrück einen großen Corona-Ausbruch mit mehr als 1.500 Fällen gegeben hat. Im vergangenen Jahr war Tönnies wegen einer rassisischen Rede kritisiert worden.

    Die Schalker Fans hatten, angeführt von der mächtigen Ultra-Bewegung, zuletzt immer lautstarker Tönnies' Rücktritt gefordert. Am Wochenende hatten rund 1.000 Schalke-Fans am Vereinsgelände gegen Tönnies demonstriert.

    Tönnies seit 1994 im Aufsichtsrat

    Tönnies war seit 1994 Mitglied im Aufsichtsrat des Vereins und stand diesem seit 2001 vor. In dieser Zeit wurde Schalke dreimal Pokalsieger, fünfmal Vize-Meister und spielte zehnmal in der Champions League. Zuletzt wurden die sportlichen und wirtschaftlichen Probleme aber immer größer. In der Saison 2018/2019 stieg Schalke beinahe ab.

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    Protestplakat gegen Clemens Tönnies am Vereinsgelände

    Hoeneß verteidigt Tönnies

    FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte Tönnies am Sonntagabend in Blickpunkt Sport im BR Fernsehen noch verteidigt. "Teilweise erinnert es mich an meine Zeit mit der Steuersache. Ich glaube, wenn man mal in so einer Maschinerie drin ist, dann versucht da jeder, den anderen noch zu überholen mit seiner Kritik", sagte Hoeneß.