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Schaffelhuber und Wellinger: Rückblick und Vorausschau | BR24

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Die Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber beendete kürzlich mit 26 Jahren ihre Karriere. Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger hatte im Sommer einen Kreuzbandriss und arbeitet an seinem Comeback. Beide berichten von den Aufs und Abs im Leben.

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Schaffelhuber und Wellinger: Rückblick und Vorausschau

Die Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber beendete kürzlich mit 26 Jahren ihre Karriere. Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger hatte im Sommer einen Kreuzbandriss und arbeitet an seinem Comeback. Beide berichten von den Aufs und Abs im Leben.

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Für Andreas Wellinger war der Winter vorbei, bevor er überhaupt begann: Der 23-jährige Traunsteiner zog sich im Juni 2019 beim Training im österreichischen Hinzenbach einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu, wurde sofort operiert und befindet sich mittlerweile im Reha-Training.

Mit dem neuen Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher hatte Wellinger bislang noch nicht viel zu tun, aber sein erster Eindruck ist sehr positiv: "Das ist ein Tapetenwechsel, es war eine neue Ansprache, neue Arbeitsweisen. Da sehe ich immer die Chance darin, dass man sich weiterentwickelt."

Wellinger: Praktikum neben Physio und Reha

Momentan verbindet Wellinger die Reha mit einem Praktikum. "Man plant als Sportler weit voraus. Das Studium läuft nebenbei, Priorität hat definitiv Physio, Training, Reha. Wenn ich Zeit habe, sitze ich im Büro. Dann ist es spannend, das Ganze mal von der anderen Seite zu sehen: "Als Sportler ist man so in seiner Blase, in seinem System. Was alles dahinter steht, damit wir das Privileg haben, unseren Sport auszuüben, ist extrem cool und man lernt es wieder mehr zu schätzen."

"Wenn man auf die Nase fällt, dann muss man wieder aufstehen. Das ist oft ziemlich hart, aber das ist das Sportlerleben." Andreas Wellinger

Bayern-Fan Wellinger zu Hansi Flick

Als Fußball-Fan verfolgt Andreas Wellinger besonders das Geschehen beim FC Bayern München. Er begrüßt, dass Hansi Flick das Team auch im Jahr 2020 trainieren wird: "Er ist keine Rampensau. Aber wenn er den richtigen Zugang zu den Spielern findet, ist das viel wichtiger, als vor der Kamera der Beste zu sein!"

Schaffelhuber: Nach dem Sport Karriere als Lehrerin im Visier

Anna Schaffelhuber gewann in ihrer Karriere sieben Goldmedaillen bei den Paralympics und elf WM-Titel. Im November trat sie zurück und konzentriert sich jetzt auf ihre berufliche Karriere als Lehrerin.

"Ich wollte immer einen Plan B haben zu meinem sportlichen Dasein, weil ich gemerkt habe, dass mir das am Start unfassbar gut getan hat, dass ich gewusst habe, dass ich nicht nur diesen einen Plan fürs Leben habe. Ich wollte meine Freiheiten haben." Anna Schaffelhuber

Leistungssport prägt fürs ganze Leben

Teilweise war für Schaffelhuber, die 2019 auch den Bayerischen Verdienstorden verliehen bekam, die Doppelbelastung Leistungssport und Studium "keine schöne Zeit". Jetzt genießt die gebürtige Regensburgerin ein "richtiges Freiheitsgefühl". Als Typ, der "immer weit vorausplant", war es für sie eine ganz neue Erfahrung, dass sie "nicht wusste, was nächste Woche so ist."

"Einen anderen Blick auf die Dinge zu haben, das finde ich sehr angenehm. Ich habe in viele Firmen reinschnuppern können, ich weiß, wie ich meine Prioritäten setzen muss, ich weiß, wie ich etwas längerfristig plane - man nimmt einiges aus dem Sportlerleben mit." Anna Schaffelhuber