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Sascha Mölders: "So möchte ich meine Karriere nicht beenden" | BR24

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Vielen Kritikern zum Trotz liefert Drittligist 1860 München bisher eine überragende Saison ab. Zu Gast in Blickpunkt Sport erklärte Kapitän Sascha Mölders die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf seine Mannschaft, aber auch für ihn persönlich.

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Sascha Mölders: "So möchte ich meine Karriere nicht beenden"

Vielen Kritikern zum Trotz liefert Drittligist 1860 München bisher eine überragende Saison ab. Zu Gast in Blickpunkt Sport erklärte Kapitän Sascha Mölders die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf seine Mannschaft, aber auch für ihn persönlich.

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Von
  • Cristina Krüger

"Uns fehlt grundsätzlich gar nichts, wir spielen eine überragende Saison", stellte Sascha Mölders im Interview klar. Mit der Niederlage gegen Zwickau hat der TSV 1860 München die Chance auf die Tabellenführung in der der dritten Liga aus der Hand gegeben und das erklärte Ziel von 40 Punkten knapp verfehlt. Dennoch übertrifft seine Mannschaft in dieser Saison alle Erwartungen. "Im Vorfeld wurden wir noch als Abstiegskandidat gehandelt, nun stehen 37 Punkte auf dem Konto", gab der Kapitän zu bedenken. Gerade in der engen dritten Liga könne "jeder jeden schlagen", erklärte Mölders weiter.

"Wir haben eine Top-Truppe, der Teamspirit ist etwas Einmaliges. Dieser Mannschaft kann ich als Kapitän vertrauen". Sascha Mölders

Karriereende bis auf Weiteres verschoben

"Er hat mich nicht umsonst zum Kapitän gemacht", erklärte Mölders sein gutes Verhältnis zum Trainer Michael Köllner. Der 35-Jährige wollte seine Karriere eigentlich beenden - bis es ihn zu den "Löwen" verschlug. Auch diese Saison ist das Ende seiner sportlichen Laufbahn "kein Thema". Denn: Der Stürmer mit der Nummer neun vermisst die Zuschauer im Grünwald-Stadion. "Fußball ohne Fans ist schon was anderes. So möchte ich meine Karriere nicht beenden", stellte Mölders klar. Gerade der TSV 1860 pflegt eine außergewöhnliche Verbindung mit ihren Fans: 11 000 Dauerkarten wurden verkauft - trotz der Gewissheit, dass es diese Saison wohl bei Geisterspielen bleiben wird.

"Katastrophe" für Amateur- und Jugendbereich

Mölders fand erst spät den Weg in die Bundesliga. Mit 26 Jahren bestritt er die ersten Spiele beim FC Augsburg - seitdem ist der geborene Essener aus Bayern nicht mehr wegzuholen. Als Ausgleich zu seiner eigenen Spieleraktivität trainiert er den bayerischen Landesligisten SV Mering - zumindest tat er das, bis der Lockdown dem Amateurfußball einen Strich durch die Rechnung machte. "Für den Amateursport und den Jugendbereich ist das eine Katastrophe", äußerte Mölders.

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Es gibt wohl kaum einen, der den Fußball so lebt wie er: Sascha Mölders. Mit 26 gab er sein Bundesligadebüt beim C Augsburg, mittlerweile ist er als Kapitän das Gesicht des TSV 1860 München.