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Saisonabbruch oder nicht: Bayerns Fußball-Verband setzt Deadline | BR24

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Platter Fußball und alte Fußballschuhe

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    Saisonabbruch oder nicht: Bayerns Fußball-Verband setzt Deadline

    Der Bayerische Fußball-Verband hat trotz ungewisser Entwicklung der Corona-Pandemie einen Zeitplan für den möglichen Saisonabbruch aufgestellt. Kann bis zum 3. Mai in Bayern nicht trainiert werden, soll die Saison vorzeitig beendet werden.

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    Von
    • Bernd R. Eberwein

    Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) hat einen Vier-Punkte-Plan verabschiedet für den weiteren Umgang mit der aktuell unterbrochenen Spielzeit 2019/20. Diese sollte ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 beendet werden.

    Nach den jüngsten Beschlüssen scheint es aber immer wahrscheinlicher, dass der Saison ein Abbruch droht. Damit im Amateurbereich die Saison noch mit möglichst vielen Spielen beendet werden kann, "braucht es einen nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai 2021", teilte der BFV mit.

    Sollte dies nicht möglich sein, müsse über einen Abbruch entschieden werden. Der Verbandsvorstand würde vor seiner Entscheidung allerdings ein Meinungsbild der Vereine abfragen.

    Anders als andere Landesverbände hat der BFV in einer frühen Phase der Corona-Pandemie mit seinen Vereinen entschieden, zunächst die "alte" Spielzeit 2019/20 zu beenden und nicht sofort mit der Spielzeit 2020/21 zu beginnen.

    Bei Abbruch greift eine Quotientenregel

    Im Abbruchfall käme in Sachen Auf- und Abstieg eine Quotientenregelung zum Einsatz - sofern mindestens 75 Prozent der Mannschaften mindestens 50 Prozent der Spiele ausgetragen haben. Ansonsten würde die Saison annulliert. Relegationsspiele wird es nicht geben.

    Die entsprechenden Änderungen der Spielordnung hatte der BFV-Vorstand im Zuge der Corona-Pandemie im August des vergangenen Jahres beschlossen.

    Flächendeckende Coronatests nicht durchführbar

    Sollte der Spielbetrieb wieder möglich sein, aber nur unter der Voraussetzung, dass wie im Profifußball regelmäßig Coronatests durchgeführt werden, droht ebenfalls der Saisonabbruch.

    "Der Verbandsvorstand hält einen Spielbetrieb unter der Voraussetzung, dass jeweils ein negativer Corona-Test vorzuweisen ist, in der Fläche für nicht durchführbar und unter den aktuellen staatlichen Rahmenbedingungen nicht realisierbar", teilte der BFV mit.

    Früheres Fristende für Ligapokal

    Für die Austragung des Ligapokals hat der BFV den 19. April als spätestmöglichen Termin für den Trainingsauftakt festgelegt. Sollte bis dahin kein Training möglich sein, würde dieser Zusatzwettbewerb auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene gestrichen. Über den Ligapokal in der Regionalliga Bayern will der Vorstand mit den betroffenen Vereinen gesondert sprechen.

    Zukunft des Landespokals noch offen

    Noch keine Entscheidung wurde hinsichtlich des Bayerischen Landespokals getroffen, dessen Sieger in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals antreten darf. Hier will der BFV einen Vorschlag mit den verbliebenen Vereinen erarbeiten.