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© BR/Nils Hahn
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2021

Dem ersten Gruppenspiel am Dienstag blicken Philipp Lahm, Markus Söder und die anderen EM-Entscheider erleichtert und optimistisch entgegen. Ihre Botschaft: "München ist bereit für die Europameisterschaft."

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Safety first: München ist bestens für EM-Spiele gewappnet

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht München vor dem ersten Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM gut vorbereitet: "Es ist an alles gedacht", resümierte er bei einem Rundgang in der Arena.

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  • BR24 Sport

Vom kleinen Brand in der Münchner Arena bekam Markus Söder zwar nichts mit, ein Spiel mit dem Feuer will Bayerns Ministerpräsident dennoch vermeiden. "Es ist nicht ganz ohne Risiko. Aber es ist ein sehr kontrolliertes Risiko", stellte Söder vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich (Anstoß: 21.00 Uhr/BR24 live) fest. "Es ist an alles gedacht, wir achten auf alles. Wir können das Spiel mit ruhigem Gewissen genießen", so der 54-Jährige.

Maskenpflicht und Alkoholverbot in der Arena

Für den Genuss ohne Corona-Ängste sollen diverse Sicherheitsmaßnahmen sorgen. So müssen alle 14.500 Zuschauer, die für die drei Vorrundenspiele sowie das Viertelfinale am 2. Juli zugelassen sind, getestet, geimpft oder genesen sein. Zudem gilt in München im Gegensatz zu anderem EM-Standorten für alle Fans eine Maskenpflicht auch am Platz und ein Alkoholverbot. Trotz der stark reduzierten Zuschauerzahl, werden alle Kioske und Toiletten im Stadion betrieben, um Warteschlangen und Gedränge zu vermeiden.

"Die Corona-Lage hat sich deutlich gebessert. Wir hoffen, dass sich durch die EM nichts grundlegend an den Inzidenzen verändern wird." Ministerpräsident Markus Söder

Auch außerhalb des Stadions werde darauf geachtet, dass alles geordnet abläuft. Dabei appellierte Söder an die Fußballfans, in der Pandemie nun nicht sorglos zu werden und die Regeln einzuhalten. "Passt ein bisschen auf euch auf und auf die anderen", sagte er.

Höchste Priorität: "Safety first"

Söder, der eine Erhöhung der Zuschauerkapazität während des Turniers generell ausschloss, betonte: "Es gilt der Leitspruch 'Safety first' - und im Stadion wird es ziemlich sicher sein." Davon geht auch Münchens Oberbürgermeister aus - allerdings plagen Dieter Reiter andere Sorgen. Er äußerte Bedenken, "bei der Art und Weise, wie Siege gefeiert werden." Er hofft, dass auch in der Stadt, in den Biergärten und bei Public Viewings die Corona-Regeln eingehalten werden.

Die Auswirkungen auf die Inzidenzen durch die Endrunde hat auch Klaus Holetschek im Visier. Bayerns Gesundheitsminister sieht die Spiele als "Pilotversuch und Testlauf" für die Zukunft. "Wir werden alles wissenschaftlich begleiten und auswerten", versprach Holetschek, der eine Reduzierung der Zuschauerzahl im Fall von Infektionen nicht ausschließen wollte: "Es macht keinen Sinn, darüber zu spekulieren. Aber wenn etwas passiert, müssen wir handeln."

Keine Hinweise auf Anschläge oder dergleichen

Mit Blick auf die Sicherheit hat Joachim Herrmann kaum Bedenken. Laut Bayerns Innenminister, der am Dienstag 2.500 französische Fans in München erwartet, gibt es "keine konkreten Hinweise" auf Gefährdungen: "Die Polizei trifft alle erforderlichen Maßnahmen. An den Spieltagen sind 1.000 zusätzliche Kräfte in der Landeshauptstadt im Einsatz."

Philipp Lahm, der Organisations-Boss der EM, ist glücklich, dass es nun los geht: "Die Vorfreude ist da. Im operativen Bereich läuft alles", fasste Philipp Lahm zusammen. "Es tut dem ganzem Land gut, etwas Normalität zurückzugewinnen."

Brand in der Arena keine Gefährdung für Spiel

Fast hätte es diese Normalität nicht gegeben. Doch trotz eines Brandes im Stadion ist der EM-Auftakt nicht gefährdet. Am frühen Montagmorgen war ein Feuer in einer Elektroverteilung ausgebrochen, um 4.48 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus. Durch die Früherkennung und die schnell eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte das Feuer auf die Elektroverteilung beschränkt werden.