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Sachs-Stadion Schweinfurt

Sachs-Stadion Schweinfurt

Bildrechte: picture-alliance/dpa / Stadt Schweinfurt
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    Sachs-Stadion Schweinfurt: Idylle mit dunkler Vergangenheit

    Das Sachs-Stadion ist die Heimat des 1. FC Schweinfurt. Die Schnüdel erlebten dort einige sportliche Höhepunkte. Die Wettkampfstätte hingegen kämpfte lange mit einer dunklen Vergangenheit. Dabei ist sie besonders idyllisch gelegen.

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    In loser Serie stellt BR24 Sport in den nächsten Wochen Stadien in Bayern vor. Teil 3: Schweinfurt.

    Weitere Fußballstätten folgen. Dazu stellen wir auch jeweils die Frage: "Was wünscht ihr euch für die Zukunft des Stadions?" Schreibt in die Kommentare oder auf unserem Instagram-Kanal BR24 Sport!

    Fakten zum Schweinfurter Stadion

    • Eröffnung: 23. Juli 1936
    • Baukosten: Eine Millionen Reichsmark
    • Architekt: Paul Bonatz
    • Architekturstil: Neue Sachlichkeit
    • Kapazität: 15.000

    Stadion-Geschichte aus der Oberliga Süd und der 2. Bundesliga

    Im Eröffnungsspiel des damals noch "Willy-Sachs" genannten Stadions empfing der 1. FC Schweinfurt am 23. Juli 1936 den Deutschen Meister von 1935 FC Schalke 04. Die Partie endete mit einem 2:2-Unentschieden. Der FC 05 gehörte zu den wenigen Vereinen, die bis zur Einführung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963 ununterbrochen in der seit 1945 bestehenden erstklassigen Oberliga Süd vertreten waren.

    1939 und 1942 nahm Schweinfurt an den Endrunden zur deutschen Fußballmeisterschaft teil, kam dabei aber nie über das Achtelfinale hinaus. Im Pokalwettbewerb sorgte der 1. FC im Jahr 1939 mit dem Halbfinale und 1955 sowie 1990 mit dem Achtelfinale für ein Ausrufezeichen.

    Im Jahr 1974 war Schweinfurt eines der Gründungsmitglieder der neu geschaffenen 2. Bundesliga Süd. In zwei weiteren Spielzeiten durften die Zuschauer hier Spiele der eingleisigen 2. Bundesliga verfolgen. Die beste Platzierung der Schnüdel war dabei ein dritter Platz in der Saison 1974/75.

    Höchst umstrittener Stadionname wegen Nazi-Vergangenheit

    Im Jahr 1934 hatte der Bau des Stadions begonnen. Gestiftet hatte es der Inhaber der Firma "Fichtel & Sachs" Willy Sachs. Die Wettkampfstätte trug auch seinen Namen. Die Eröffnung fand mit großer nationalsozialistischer Propaganda statt. Weil Sachs seit 1933 bei der SS war, war der Stadionname jahrzehntelang umstritten. Deshalb entschied der Schweinfurter Stadtrat im Jahr 2021 mit 25 zu 17 Stimmen für die Umbenennung in "Sachs-Stadion".

    Sport- und Eventzentrum umrahmt vom alten Baumbestand

    Heute gilt das Schweinfurter Stadion auch wegen der Einrahmung mit einem äußerst alten Baumbestand als eine der schönsten Sportanlagen in ganz Bayern. Es wird auch für kulturelle Großveranstaltungen genutzt, so spielten hier beispielsweise die Scorpions oder Herbert Grönemeyer. Hier fanden auch die Welt- und Europameisterschaften im Faustball statt. Aktuell sind dort die Heimspiele des 1. FC Schweinfurt in der Regionalliga Bayern zu sehen.

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