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s.Oliver Würzburg: Sehnsucht nach den Play-offs | BR24

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Nach zwei verpassten Play-off-Teilnahmen peilt Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg endlich wieder die Post-Season an. Trainer Denis Wucherer will dafür den Spielstil verändern und hofft auf ein "bisschen mehr Erfolg."

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s.Oliver Würzburg: Sehnsucht nach den Play-offs

Nach zwei verpassten Play-off-Teilnahmen peilt Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg endlich wieder die Post-Season an. Trainer Denis Wucherer will dafür den Spielstil verändern.

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So lief die vergangene Saison

Wie schon in der Vorsaison verpasste s.Oliver Würzburg die Play-offs als Tabellenneunter nach der Hauptrunde denkbar knapp. Nach schwachem Start rollte die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer das Feld nach und nach von hinten auf und hielt die Play-off-Chance bis zum letzten Spieltag aufrecht. Erst die Niederlage in Bamberg kostete schließlich die Post-Season.

Dass die Spielzeit trotzdem in sehr guter Erinnerung bleiben wird, liegt am Auftritt der Unterfranken im Europapokal. Der überraschende Einzug ins Finale des FIBA Europe Cups, wo man an Dinamo Sassari scheiterte, war das sportliche Highlight der Saison. "Natürlich ist es schade, dass wir es am Ende so knapp nicht in die Play-offs geschafft haben. Das ist für uns nach dieser erfolgreichen Saison aber überhaupt kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Unsere Fans und wir können stolz darauf sein, was die Mannschaft geleistet und wie sie bis zum Schluss gekämpft hat", so die Bilanz von Geschäftsführer Steffen Liebler.

© picture-alliance/dpa

Neuzugang Luke Fischer (mit Ball) im Test gegen Bonn

Wer kommt, wer geht

Es gab schon größere Umbrüche in Würzburg. Das macht Hoffnung, dass sich das Team in diesem Jahr schneller einspielt und nicht wieder den Saisonstart verschläft. Mit den Guards Jordan Hulls, Cameron Wells und Skyler Bowlin konnten drei wichtige Spieler gehalten werden, die die Systeme und die Liga gut kennen.

Wechsel gab es vor allem auf den großen Positionen. Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem neuen Center Luke Fischer. Der 2,11 Meter große US-Amerikaner spielte zuletzt bei Herbalife Gran Canaria in Spanien und soll die Abgänge von Mike Morrison (GS Peristeri/Griechenland), Gabriel Olaseni (Ziel unbekannt) und Kresimir Loncar (Karriereende) auffangen und für mehr Durchschlagskraft unter den Körben sorgen. Auf der Power-Forward-Position setzt man mit Brekkott Chapman auf einen noch nicht so erfahrenen Spieler (23 Jahre), der aus der NCAA vom College (Weber State University) kommt und für den Würzburg seine erste Europastation ist.

Der noch verletzte William Sheehey (Porto) und dessen "Ersatz" Noah Allen (Capital City Go-Go/G-League) sollen als Small Forwards für mehr Tempo sorgen. Devin Oliver (JSF Nanterre) und Xavier Cooks (SIG Straßburg) haben den Verein verlassen. Dazu kommt mit U20-Nationalspieler Nils Haßfurther (Nürnberg Falcons BC) noch ein Guard mit Entwicklungspotenzial.

Der Trainer

Ex-Nationalspieler Denis Wucherer möchte sein Team in der neuen Saison temporeicher spielen lassen. Der leicht verschlankte Kader wurde entsprechend angepasst. Die Spieler sind kleiner und (hoffentlich) schneller als im Vorjahr. So will Wucherer, der als Dirk-Bauermann-Schüler und als einer der besten deutschen Trainer gilt, seine Mannschaft noch einmal besser machen und endlich auch national erfolgreich sein.

"Ich gehe davon aus, dass unsere Neuzugänge uns eher stärker als schwächer machen. Wir wollen besser starten als vor einem Jahr (...) um dann am Ende im Kampf um die Play-off-Plätze dabei zu sein." Denis Wucherer

Nach den Stationen Gießen und Köln ist Würzburg für den 46-Jährigen der richtige Klub zur rechten Zeit. Sollte sich der Erfolg einstellen, könnte der Klub auch als Sprungbrett für noch größere Aufgaben dienen.

© picture-alliance/dpa

Jordan Hulls

Erwartungen an die Saison

Nach den zwei knapp verpassten Play-off-Teilnahmen und dem Erfolg im FIBA Europe Cup sind die Erwartungen bei den Fans, aber auch im Verein gestiegen. Ein Platz unter den besten acht Teams ist das erklärte Ziel, auch wenn Trainer Denis Wucherer betont, dass auch etwas Glück dazugehört. Viel hänge davon ab, ob seine Spieler gesund blieben. Falls ja, traue er ihnen Platz sieben oder acht zu.

Die Vorbereitung lief zufriedenstellend. Zwar klappte noch nicht alles. Da ist Wucherer aber zuversichtlich: Das seien alles Dinge, "die wir in den nächsten zwei Wochen bis zum Saisonstart noch abstellen können".

Da die Unterfranken diesmal auf einen Start im FIBA Europe Cup verzichtet haben, liegt der Fokus automatisch mehr auf der BBL. Eine Play-off-Teilnahme wäre der nächste Schritt in der Entwicklung, die der Verein unbedingt gehen will. Was die leidige Hallensituation betrifft, ist der Klub inzwischen einen großen Schritt weiter. Eine neue, größere Halle soll kommen - für eine Multifunktionsarena gibt es finanzielle Unterstützung von der Stadt.

Prognose

Es wird wieder knapp mit der Play-off-Teilnahme. Das Team sollte eingespielter sein als in der vergangenen Saison. Im Frontcourt, also auf den "großen" Positionen vier und fünf, scheint der Kader allerdings etwas dünn zu sein. Sollte diesmal der Start gelingen und man von langwierigen Verletzungen verschont bleiben, spielt Würzburg um Platz sechs bis acht mit.