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Beim EM-Auftakt der deutschen Fußball-Mannschaft werden Zuschauer im Stadion in München zugelassen sein. Die Staatsregierung gab grünes Licht für jeweils 14.000 Zuschauer bei den Partien in der Allianz Arena. Voraussetzung: Maske und Negativtest.

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Rund 14.000 Fans bei der Fußball-EM in München im Stadion

Die Bayerische Staatsregierung hat eine Entscheidung getroffen: Rund 14.000 Fans pro Spiel dürfen bei der Fußball-Europameisterschaft 2021 in München in die Allianz Arena. Das gab Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung bekannt.

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In nicht einmal zwei Wochen findet das erste Spiel der Fußball-Europameisterschaft in München statt: Am 15. Juni trifft die deutsche Nationalmannschaft im ersten Gruppenspiel auf Weltmeister Frankreich. Die Organisatoren mussten lange warten, bis sie endlich Gewissheit hatten, wie viele Zuschauer bei den insgesamt vier EM-Partien in München zugelassen werden.

Fußball-EM in München als "Pilotprojekt"

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nun für Klarheit gesorgt: Rund 14.000 Fans dürfen bei den Spielen in der Allianz Arena dabei sein. Dies entspricht 20 Prozent der Kapazität von 70.000 Zuschauern bei internationalen Spielen. Die Partien vor Zuschauern könnten als Pilotprojekt für den weiteren Profisport betrachtet werden. Die EM-Spiele würden mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept begleitet werden. Voraussetzung sei, dass alle negativ getestet seien und eine Maske trügen. Die Partien der Fußball-EM seien ein guter Testfall, sagte der Ministerpräsident.

"Die Fußball-EM ist eine Sondersituation, die wir haben." Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident

"Wir wären ein schlechtes Gastgeberland, wenn wir diese 14.00 Zuschauer nicht hätten zulassen können", ergänzte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

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Die Bayerische Staatsregierung erlaubt rund 14.000 Zuschauer bei der Fußball-Europameisterschaft in der Münchner Allianz Arena. Eine Einschätzung von BR-Sportreporter Thomas Klinger.

Münchens OB Reiter zeigt sich erfreut über Entscheidung

Erfreut zeigte sich auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) über die Entscheidung, zu den vier EM-Spielen in der Fußball Arena München rund 14.000 Zuschauer zuzulassen - als Pilotversuch mit Hygienekonzept und Testpflicht. Reiter betonte jedoch auch: "Für alle Beteiligten wäre eine frühere Entscheidung hilfreich gewesen." Selbstverständlich habe die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung für ihn oberste Priorität. Die jetzt schon mehrwöchig stabile Infektionslage mache es aber nach gründlicher Abwägung der Risiken nun möglich, dass Mannschaften und Zuschauer echte Live-Atmosphäre erleben könnten. "Jetzt wünsche ich mir und uns allen, auch durch die Unterstützung des Publikums in der Fußball Arena München, eine erfolgreiche Europameisterschaft für unsere Nationalmannschaft", so der OB.

Zuschauer-Frage lange strittig

Die Zuschauer-Frage für die Allianz Arena war bis zuletzt strittig. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte bei der Zusage für den deutschen Spielort eine Zahl von mindestens 14.500 Zuschauern gefordert und schon eine entsprechende Anzahl von Eintrittskarten verlost. Die Stadt München hatte aber mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie keine Garantie abgegeben.

Drängen auf Entscheidung

In den vergangenen Wochen wurde die Bayerische Staatsregierung von verschiedensten Seiten zu einer zeitnahen Entscheidung gedrängt, um Planungssicherheit zu haben. "Ich bin schon der Meinung, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist und die vorher getestet sind, bitteschön", sagte Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger im BR-Sonntags-Stammtisch. Und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte schon Mitte Mai im BR-Interview gemahnt: "Allzu lange warten wird man nicht mehr können, wenn man einen geregelten Ablauf sicherstellen will."

EM-Spielort München auf der Kippe

Im Vorfeld der Entscheidung schien sogar möglich, dass München seinen Status als Spielort bei der Fußball-Europameisterschaft verlieren könnte. Der Europäische Fußballverband UEFA hatte immer wieder betont, dass er keine "Geisterspiele" bei der EM will.

In einer gemeinsamen Runde mit UEFA Ende April konnten Freistaat Bayern und Stadt München aber versichern, dass sie im Rahmen der Möglichkeiten und je nach Sieben-Tage-Inzidenz Fans ins Stadion lassen wollen. Damals waren drei Szenarien aufgestellt worden mit bis zu 27.000 Zuschauern pro Spiel in der Münchner Arena. Fanzonen oder Public Viewings wird es in München allerdings nicht geben.

So sieht es in den anderen EM-Stadien aus

In München dürfen also nun rund 14.000 Zuschauer in die Arena. Und wie sieht es in den anderen EM-Stadien aus? Die UEFA hat auf ihrer Homepage die Zuschauer-Situation in den anderen Stadien veröffentlicht:

  • St. Petersburg: 30.050 Zuschauer (ca. 50 %)
  • Baku: 31.000 Zuschauer (ca. 50 %)
  • Budapest: 61.000 Fans (100 %)
  • Amsterdam: 12.000 Zuschauer (ca. 25 %)
  • Bukarest: 13.000 Zuschauer (ca. 25 %)
  • Glasgow: 12.000 Zuschauer (ca. 25 %)
  • Kopenhagen: 11.250 Fans (ca. 32 %)
  • Rom: 16.000 Zuschauer (ca. 25 %)
  • Sevilla: 17.000 Zuschauer (ca. 30 %)
  • London: 22.500 Zuschauer (ca. 25 %)

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