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Run auf Startplätze für Challenge Roth 2021 | BR24

© dpa / picture alliance

Siegerpodest der Männer 2019: v.l. Jesper Svensson (Platz2), Sieger Andreas Dreitz, Cameron Wurf (Platz3)

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    Run auf Startplätze für Challenge Roth 2021

    Eine Minute hat es gedauert, dann waren die vorerst letzten Startplätze für den Challenge Roth 2021 weg. Organisator Felix Walchshöfer ist nun zuversichtlich, dass man 2021 das nachholen kann, was 2020 wegen der Corona-Krise ausfallen muss.

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    Die Startplätze für den Challenge Roth sind begehrt wie eh und je. Das konnte Rennorganisator Felix Walchshöfer am Montagvormittag (20.04.20) erleichtert feststellen. Für selbstverständlich hatten die Veranstalter vom Team Challenge das nicht gehalten. "Wir wussten nicht, was auf uns zukommt, denn 15 Monate vor der Veranstaltung ist es auch für die Sportler schwierig, ihre Teilnahme zu planen“, so Walchshöfer. Normalerweise wären die Startplätze erst im Juli, also nach dem diesjährigen Wettkampf vergeben worden, aber 2020 muss die Veranstaltung ja bekanntlich ausfallen.

    Vorrang für Athleten mit einer Zusage für 2020

    Deswegen hatten alle Starter, die bereits eine Zusage für 2020 hatten, bei der Platzvergabe für 2021 Vorrang. Gleiches galt für Teilnehmer aus dem heimischen Landkreis Roth. Sie hatten vorab die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Familie Walchshöfer den ursprünglich für den 5. Juli 2020 geplanten Wettkampf vor knapp vier Wochen abgesagt. Im Gegensatz zu anderen Triathlon-Großveranstaltern und Sportanbietern hat sie allen Athleten die Startgebühr für 2020 bereits zurückgezahlt.

    Zusage von Jan Frodeno für 2021

    Als Familienunternehmen fühle man sich der großen, weltweiten Triathlon-Familie verbunden, sagt Veranstalter Felix Walchshöfer, und bedankt sich für die Loyalität der Athletinnen und Athleten, die wiederkommen werden. Jan Frodeno, Top-Favorit und aktueller Langstrecken-Weltmeister von Hawaii, der seinen Start beim Challenge Roth für 2020 zugesagt hatte, will auch 2021 seine Bestleistung in Roth zeigen. Frodeno hatte bereits 2016 die Langdistanz in Roth auf 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen mit einer Weltbestleistung nach 7:35:39 Stunden bewältigt. Derzeit pflegt er die Kontakte zur Familie Walchshöfer und hat angekündigt, sich demnächst auch mit einem Video bei den Fans in Roth zu melden.

    Anne Haug ebenfalls dabei

    Ebenso gebe es auch schon positive Signale aus dem Lager von Triathlon-Weltmeisterin Anne Haug. Auch die gebürtige Bayreutherin will 2021 beim Triathlon-Spektakel in Roth dabei sein könnte. Dem BR sagte Anne Haug, dass sie nun ein Jahr mehr Zeit habe, um topfit an der Startlinie zu stehen.: "Der Challenge Roth bleibt ein großer Traum für mich, der auf keinen Fall aufgehoben, sondern hoffentlich nur aufgeschoben ist", sagte Haug. Auch die Staffel des BR Studio Franken, die sich bereits auf den Start 2020 vorbereitet hatte, wird weiterhin trainieren, um fit zu bleiben für das international renommierte Rennen im nächsten Jahr.

    2021 größte Triathlon-Party aller Zeiten

    Natürlich hatten sich Triathlon-Fans auf ein hochkarätig besetztes Starterfeld und das Riesenspektakel auch für ambitionierte Freizeitsportler gefreut. Doch eine Durchführung von Bayerns größtem Sportereignis mit über 5.000 Athleten, 7.500 Helfern sowie rund 250.000 Zuschauern entlang der Wettkampfstrecke durch den Landkreis Roth ist angesichts der weltweiten Corona-Epidemie undenkbar. "Stattdessen wollen wir am 4. Juli 2021 in Roth die größte Triathlon-Party aller Zeiten feiern", kündigt Veranstalter Felix Walchshöfer an, der nicht verhehlen kann, dass die diesjährige Challenge-Absage finanziell sehr belastend ist.

    Motivation und Training sind eingeschränkt

    Die fehlenden Wettkämpfe dämpfen bei vielen Triathleten die Motivation und beschränkte Trainingsmöglichkeiten schmälern möglicherweise die Fitness. So sind beispielsweise Reisen in Trainingslager und Höhenlager derzeit nicht möglich. Jan Frodeno, der in Nordspanien lebt, hat vor kurzem in seinem privaten Pool mit Gegenstromanlage sowie auf Rad-Smarttrainer und Laufband eine komplette Langdistanz absolviert - also 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen. Mit der im Internet übertragenen Leistung in 8 Stunden, 33 Minuten und 40 Sekunden sammelte er 200.000 Euro Spenden.