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Die Ehrentribüne in der Allianz Arena während des Spiels FC Bayern - Schalke 04

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    Keine Corona-Regeln auf VIP-Tribüne: Rummenigge gelobt Besserung

    Das Bild der FC-Bayern-Verantwortlichen beim Bundesliga-Auftakt - eng im Zehnerpulk, ohne Maske - sorgte für Diskussionen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge räumte jetzt ein: "Das ist ein Missverständnis der verantwortlichen Leute bei uns."

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    Von
    • Bernd R. Eberwein

    "Wir sind uns alle einig, dass das Bild nicht unbedingt vorbildlich war", erklärte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef von Fußball-Bundesligist FC Bayern München, in der TV-Sendung "Sky90". "Wir akzeptieren, dass wir das ändern müssen", ergänzte er: "Beim nächsten Spiel werden wir wieder den notwendigen Abstand halten."

    Rummenigge sprach von einem "Missverständnis der verantwortlichen Leute bei uns." Der Hintergrund: Die aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung räumt zwar ein, dass der "gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum" unter anderem "in Gruppen von bis zu 10 Personen" gestattet ist. Auch das Ablegen der Maske am Platz ist möglich.

    Allerdings gibt es diverse Einschränkungen und die bayerische Verordnung fordert "wo immer möglich", den "Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten." Zudem sieht das Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) das Tragen einer Maske im Tribünenbereich vor.

    Rüge von Gesundheitsministerin Huml

    Zuletzt hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml die FC-Bayern-Chefetage für das Verhalten beim 8:0-Sieg gegen Schalke 04 gerügt. Für die Bayernbosse wäre es "klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären - weil auch ausreichend Platz war", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

    Die DFL hatte am Samstag mitgeteilt, dass sie mit den Bayern in dieser Angelegenheit "im direkten Gespräch mit dem FC Bayern" sei. Rummenigge erklärte, dass ein solches mit DFL-Chef Christian Seifert am Samstag stattgefunden habe. Konsequenzen drohen den Bayern offenbar nicht.

    Bundesliga-Eröffnungsspiel der Auslöser

    Sowohl wie die Führungsriege des FC Bayern wie auch die Verantwortlichen von Schalke 04 hatten das Bundesliga-Eröffnungsspiel am Freitagabend jeweils in Zehnergruppen ohne Mund-Nase-Maske verfolgt. Dies hatte zu kontroversen DIskussionen, vor allem in den sozialen Netzwerken, geführt, ob dieses Verhalten vor den Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und des DFL-Hygienekonzepts möglich ist oder nicht.

    Vorstand Oliver Kahn hatte unmittelbar nach dem Spiel im ZDF-Interview noch erklärt: "Nein, es gab keine Vorgaben, weil wir uns da an die bayerische Verordnung gehalten haben, die genau das erlaubt."

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