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Rummenigge: Infantino "eigentlich" ein geeigneter FIFA-Präsident | BR24

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Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen Gianni Infantino, den Präsidenten des Weltfußballverbands FIFA eröffnet. FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hofft, dass Infantino "die Dinge geregelt kriegt."

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Rummenigge: Infantino "eigentlich" ein geeigneter FIFA-Präsident

Wird es eng für Gianni Infantino? Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen den Präsidenten des Weltfußballverbands FIFA eröffnet. FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verteidigte den Schweizer im BR-Exklusivinterview.

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"Es ist glaube ich wichtig, dass wir jetzt irgendwann mal wieder Ruhe in die FIFA kriegen", sagte Karl-Heinz Rummenigge im Exklusivinterview mit BR24 Sport: "Wir brauchen Ruhe."

Grundsätzlich glaubt Rummenigge, dass Infantino geeignet wäre, um den in den vergangenen Jahren immer wieder in Skandale verwickelten Weltfußballverband zu steuern. "Ich hoffe, dass er die Dinge geregelt kriegt. Weil: Eigentlich wäre er der Mann, um die FIFA in ruhiges Fahrwasser zu bringen", sagte Rummenigge.

Gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino war am Donnerstag (30.07.2020) ein Strafverfahren von der Schweizer Bundesanwaltschaft eröffnet worden. Es geht um drei nicht protokollierte Geheimtreffen zwischen Bundesanwalt Michael Lauber und Infantino, die 2016 und 2017 stattgefunden haben. Lauber hatte zu diesem Zeitpunkt unter anderem das Verfahren um den "Sommermärchen-Skandal" und die Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland geleitet.

Infantino weist Vorwürfe zurück

Die Treffen sollen auf Wunsch Infantinos arrangiert worden sein, dem nun Anstiftung zum Amtsmissbrauch, Anstiftung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses und Anstiftung zur Begünstigung vorgeworfen werden.

Infantino wies alle Vorwürfe zurück. "Lassen Sie es mich noch einmal klarstellen: Die Treffen mit dem Bundesanwalt sollten zur lückenlosen Aufklärung beitragen", wird der Schweizer in einer FIFA-Mitteilung zitiert.

Blatter fordert FIFA-Ermittlungen

Kurios: Ausgerechnet Infantinos Vorgänger Sepp Blatter forderte, dass auch die FIFA Ermittlungen aufnimmt. "Der Fall ist klar. Jetzt muss auch die FIFA-Ethikkommission ein Verfahren gegen Gianni Infantino einleiten und ihn suspendieren", sagte Blatter in einem Interview. Blatter war als FIFA-Präsident von der Ethikkommission 2015 für acht Jahre - später auf sechs reduziert - gesperrt worden.

Auslöser war eine Zwei-Millionen-Euro-Zahlung an Michel Platini, den damaligen Chef des Europäischen Fußballverbands UEFA, der Blatter bei der Wiederwahl unterstützen sollte.