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Rückkehr in die Arenen: Was erwartet Fans in Franken? | BR24

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Die Zeit der Geisterspiele ist vorbei. Die Arenen dürfen wieder gefüllt werden - bis zu 20 Prozent ihrer Kapazität. Die fränkischen Vereine und ihre Fans freuen sich über den Schritt zurück zur Normalität. Aber es gibt auch noch Fragezeichen.

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Rückkehr in die Arenen: Was erwartet Fans in Franken?

Die Zeit der Geisterspiele ist vorbei. Die Arenen dürfen wieder gefüllt werden - bis zu 20 Prozent ihrer Kapazität. Die fränkischen Vereine und ihre Fans freuen sich über den Schritt zurück zur Normalität. Aber es gibt auch noch Fragezeichen.

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Die Nachricht, dass wieder Zuschauer in Stadien und Hallen dürfen, sorgt bei den fränkischen Vereinen durchweg für Erleichterung. Etwa 10.000 Zuschauer können beim ersten Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen Sandhausen am 27. September dabei sein, 3.121 Menschen dürfen schon am kommenden Sonntag zum ersten Spiel der SpVgg Greuther Fürth gegen Osnabrück in den Ronhof.

"Es wird eine durchgängige Maskenpflicht bis zum Sitzplatz notwendig sein. Es wird kein Catering, sondern nur einen rudimentären Getränkeverkauf geben, und natürlich sind die Abstandsgebote einzuhalten." Holger Schwiewagner, Geschäftsführer SpVgg Greuther Fürth

Auch wenn der wirtschaftliche Aspekt für die SpVgg immer eine Rolle spiele, hält Schwiewagner die Teilöffnung der Stadien vor allem für ein positives Zeichen an die Fans: "Es geht mal darum, den Menschen zu signalisieren, dass wir uns Schritt für Schritt in Richtung Normalität bewegen und denen Rechnung zu tragen, die uns in den letzten Monaten unterstützt haben."

Bamberg hofft auf Zuschauer zum Championsleague-Auftakt

Auch Basketball-Bundesligist Brose Bamberg begrüßt die Entscheidung der Politik: "Wir freuen uns natürlich sehr. Für die Brose Arena bedeuten 20 Prozent rund 1.200 bis 1.250 Zuschauer. Das macht es für uns einfacher, weil wir jetzt eine konkrete Zahl haben, mit der wir das Hygienekonzept erstellen können", sagte Pressesprecher Thorsten Vogt zum Bayerischen Rundfunk. Das erste Heimspiel der Saison bestreiten die Bamberger am 14. Oktober in der Championsleague. Der Gegner steht noch nicht fest.

Würzburger Kickers einziger Bundesliga-Standort ohne Zuschauer

Als einziger Verein in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga dürfen die Würzburger Kickers zum ersten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue noch keine Zuschauer ins Stadion lassen. In Stadt und Landkreis Würzburg liegt aktuell der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über dem Grenzwert von 35. Sobald dieser Wert an anderen Standorten überschritten wird, dürfen auch dort keine Zuschauer mehr in die Arenen.

Fans sind zwiegespalten

Die Fans der fränkischen Vereine sind hin- und hergerissen. Zum einen freuen sich wohl alle, endlich wieder in die Stadien und Hallen zu dürfen. Hendrik, Fan der SpVgg Greuther Fürth, glaubt aber an keine berauschende Stimmung: "Die Ultras haben ja gesagt 'entweder alle oder keiner', also gehe ich davon aus, dass keine Ultras ins Stadion gehen. Es wird also wohl keinen organisierten Gesang geben, sondern es wird eher mal jemand reinschreien oder vielleicht gibt es kurze Schlachtrufe."

Trotzdem hält Bernhard, ein langjähriger Anhänger der Bamberger Basketballer die Entscheidung, Zuschauer in die Arenen zu lassen, für richtig. "Das Leben geht weiter, man muss schon schauen, dass man die Verhältnismäßigkeit wahrt und sagt 'was ist möglich, was geht nicht' und das dann ausprobieren. Ein bisschen Bedenken schwingen aber immer mit. Es zeigt sich ja, dass es ruck-zuck gehen kann wenn da einer drin ist, der die Viren munter verteilt."

Probleme bei Ticketvergabe: Wer darf rein?

Die 20-Prozent-Quote stellt zahlreiche Vereine vor Probleme. Viele haben mehr Dauerkartenbesitzer als Menschen in reindürfen. Beim 1. FC Nürnberg bekommen Dauerkarten-Inhaber exklusiv die Möglichkeit, ein limitiertes Kontingent an Tageskarten zu erwerben – nach dem Motto: "first come first serve". Pro Dauerkarten-Inhaber können zwei Tageskarten erworben werden. Auch Greuther Fürth bietet die Tickets zunächst den Dauerkarteninhabern an.

Brose Bamberg hat noch bis 14. Oktober Zeit, sich ein Vergabeverfahren zu überlegen. "Das wird in den nächsten Tagen entschieden. Es gibt verschiedene Modelle", heißt es von dem Basketball-Bundesligisten.

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