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Ruderverband kritisiert System der Sportförderung | BR24

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Für die Ruderer steht die Sport-Welt Kopf. Dass sie als eine der erfolgreichsten deutschen Sportarten bei den Olympischen Spielen, am Ende des Förder-Bewertungssystems stehen und nur wenig Geld bekommen, kritisiert jetzt der Verband.

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Ruderverband kritisiert System der Sportförderung

Für die Ruderer steht die Sport-Welt Kopf. Dass sie als eine der erfolgreichsten deutschen Sportarten bei den Olympischen Spielen, am Ende des Förder-Bewertungssystems stehen und nur wenig Geld bekommen, kritisiert jetzt der Verband.

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Siegfried Kaidel kommt aus Schweinfurt und ist seit 11 Jahren Vorsitzender des Deutschen Ruderverbands. Dass in einem Zwischenstand des Bewertungssystems die Badmintonspieler auf Platz eins liegen und seine Ruderer Letzte sind, wundert ihn. "Ich bin etwas enttäuscht von der Bewertung - und kann es auch nicht nachvollziehen", sagt er.

Bewertung durch PotAS-Kommission

Die Bewertung erfolgt durch die PotAS-Kommission. Diese bewertet die olympischen Disziplinen der Spitzenverbände "nach objektiven, transparenten, sportwissenschaftlichen und sportfachlichen Bewertungskriterien des Attributesystems", so die eigene Aussage. Demnach werden auch die Fördergelder verteilt.

Nachwuchskonzept nicht anerkannt

Allerdings hat das System seine Tücken: Zum Beispiel fließen die jüngsten Erfolge des Ruder-Achters und vom bayerischen Einer-Weltmeister Oliver Zeidler erst nach den Sommerspielen in Tokio 2020 ein. Auch das Nachwuchskonzept des Ruderverbandes wird nicht anerkannt, obwohl der Ruder-Nachwuchs bei der vergangenen Junioren-WM 12 Medaillen in 14 Bootsklassen geholt hat.

Auf Kosten zukünftiger Medaillen?

"Wir haben ein Konzept, ein erfolgreiches, sonst hätten wir nicht so viele Medaillen. Aber wir haben eine andere Struktur, als es vielleicht der Wunsch der PotAS-Kommission ist", meint Kaidel. Führt diese Bewertung der Wissenschaft zu weniger Fördergeldern an den Verband, könnten die Ruder-Medaillen bei den Olympischen Spielen in Zukunft futsch sein.