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Ruder-Weltmeister Zeidler und das Warten auf Olympia | BR24

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Die Olympischen Sommerspiele wurden wegen Corona ein Jahr verschoben. Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler schuftet trotzdem unermüdlich für seinen Traum: Er will Olympia-Gold gewinnen - wie sein Großvater 1972 in München.

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Ruder-Weltmeister Zeidler und das Warten auf Olympia

Ruderer Oliver Zeidler und die Sehnsucht nach Olympia: In Tokio wäre der Weltmeister heute im Einer-Finale um eine Medaille gepaddelt. Stattdessen trainiert der 24-Jährige in München und hofft auf Olympische Spiele im kommenden Jahr.

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Es hätte der größte Tag in seinem Sportlerleben werden sollen. Oliver Zeidler aus Schwaig bei München wollte Ruder-Olympiasieger werden. Doch die Sommerspiele von Tokio wurden wegen Corona um ein Jahr verschoben.

Stattdessen hat sich Zeidler an die Ruderregattastrecke Oberschleißheim zurückgezogen. Das ist sein Revier. Hier verarbeitet er die Enttäuschung, dass die Schinderei der letzten Jahre vorerst umsonst war.

Zeidlers Großvater 1972 Olympiasieger

Zur historischen Olympiaanlage von den Spielen in München 1972 hat Zeidler familiär bedingt eine enge Beziehung. Großvater Hans Färber saß damals im Vierer mit Steuermann und holte Gold bei den Heimspielen. Auch das Training ist Familiensache: Vater Heino ist Oliver Zeidlers Coach.

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Die einzige BRD-Goldmedaille der Ruderer bei den Olympischen Sommerspielen 1972: Der "Bullenvierer" gewinnt vor der DDR. Das Finalrennen, 1997 kommentiert von Olympiasieger Hans-Johann Färber und dem damaligen BR-Sportchef Eberhard Stanjek.

Olympia-Simulation im Training

Jetzt muss das erhoffte nächste Olympiagold der Ruderfamilie ein Jahr warten. Oliver Zeidler und sein Trainervater haben einfach weitertrainiert und so getan, als ob Olympia doch stattfinden würde. In diesen Tagen fahren sie sogar eine Olympia-Simulation im Training – alles schon im Hinblick auf Tokio 2021.

Zeidlers Vorbereitung auf ein Großereignis hat schon im vergangenen Jahr perfekt geklappt. Bei der WM in Österreich ist er endgültig in der Weltspitze angekommen und holte Gold im Einer.

Danach reifte der Plan für das Unternehmen "Olympia-Gold" - und trotz Corona geht der Olympiatraum weiter. Auch wenn ein weiteres Jahr Schinderei wartet. Auf der Ruderregattastrecke - in Oliver Zeidlers Revier.