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Rot oder Weiß - das FC-Bayern-Thema: Lewandowski - sofort verkaufen oder nicht?

Bildrechte: picture alliance/dpa; Montage: BR
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Rot oder Weiß: Lewandowski - sofort verkaufen oder nicht?

Top-Torjäger Robert Lewandowski ist wechselwillig. Soll der FC Bayern den Polen gleich verkaufen und noch eine Ablöse kassieren? Oder sollte der Stürmer noch eine Saison bleiben und dann ablösefrei gehen? Pro und Contra in der Causa Lewandowski.

Von
Philipp NagelPhilipp NagelTaufig KhalilTaufig Khalil
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Die Zeit des bald siebenfachen Bundesliga-Torschützenkönigs Robert Lewandowski läuft ab beim FC Bayern München. Die Frage ist nur noch, wann. Gibt der Rekordmeister ihn nach dieser Saison ab - der FC Barcelona scheint großes Interesse zu haben - würde er noch eine ordentliche Ablösesumme kassieren, die er in einen Nachfolger investieren könnte.

Behalten ihn die Bayern noch bis Ablauf seines Vertrages im Juni 2023, sind auch in der kommenden Spielzeit viele Tore garantiert, allerdings würde Lewandowski danach ablösefrei gehen.

Also was tun? Pro oder Contra? Rot oder Weiß? Unsere FC-Bayern-Reporter Taufig Khalil und Philipp Nagel haben ihre ganz eigene Meinung.

Pro - Robert Lewandowski verkaufen

Taufig Khalil

Bildrechte: BR

Meinung von Taufig Khalil, FC-Bayern-Reporter von BR24 Sport

"Ja, auf jeden Fall. Zum einen ist es die letzte Gelegenheit für ihn nochmal Geld zu bekommen. Sein Marktwert liegt trotz seines Alters von 33 Jahren wegen seiner großartigen Trefferquote immer noch bei 50 Millionen. Dazu ist er mit ca. 24 Millionen Euro pro Jahr der absolute Großverdiener im Kader.

Der FC Barcelona, sein Traumverein, kommt durch den Verkauf von Spielern gerade zu frischem Geld. Jetzt können sie sich ihn leisten.

Bekommen die Bayern nur 40 Millionen Euro und sparen das Gehalt, dann sind das 60 Millionen Euro, die sofort in einen Ersatz investiert werden könnten. Mit Schick, Lukaku, Nkunku, Nuñez und Haller gibt es geeignete Kandidaten.

Und zum anderen will keiner einen Stinkstiefel im Kader haben, der für den Fall, dass die Bayern ihn zwingen seinen Vertrag zu erfüllen, ein Jahr lustlos über den Platz rennt und täglich seine schlechte Laune raushängen lässt. Das schadet der Stimmung in der Mannschaft.

Es ist dringend Zeit, dass sich die Bayern komplett neu aufstellen und für die langfristige Zukunft planen. Deshalb würde ich Ihn sofort verkaufen."

Thesen

  • Sein Marktwert liegt immer noch bei 50 Millionen Euro.
  • Mit eingespartem Gehalt haben die Bayern mindestens 60 Millionen Euro für einen Nachfolger.
  • Ein schlechtgelaunter Lewandowski ist eine Gefahr für die Stimmung im Team.
  • Es wird Zeit für einen langfristigen Neuaufbau.

Contra - Robert Lewandowski behalten

Philipp Nagel

Bildrechte: BR

Meinung von Philipp Nagel, FC-Bayern-Reporter von BR24 Sport

"Die Bayern wären gut beraten, Lewandowski nicht in diesem Sommer zu verkaufen – und das aus gleich mehreren Gründen. Der wichtigste: Der FC Bayern behauptet von sich seit Jahren, ein Käufer- und kein Verkäufer-Verein zu sein, diesen Habitus gilt es nun zu untermauern.

Was ebenfalls gegen einen Verkauf spricht: Es gibt keine bezahlbare, sofort verfügbare Alternative. Sebastian Haller geht wohl als Haaland-Ersatz zum BVB, Christopher Nkunku wird voraussichtlich in Leipzig verlängern und Leverkusens Patrick Schick wird die Lücke, die ein Weggang von Lewandowski reißen würde, nicht auf Anhieb schließen können. Nur zur Erinnerung: Der Pole schießt pro Saison um die 50 Tore! FÜNFZIG!

Ja, Lewandowski will seinen Verkauf erzwingen. Ja, er wird danach nicht happy sein, wenn er noch ein Jahr bleiben muss. Aber wer über 20 Millionen Euro im Jahr verdient, der wird sich nicht hängen lassen. Und wenn doch: Viel Spaß mit so einem Charakter, lieber FC Barcelona!"

Thesen

  • Der FC Bayern muss ein Zeichen setzen: Käufer statt Verkäufer-Verein.
  • Es gibt keine bezahlbaren sofort verfügbaren Alternativen.
  • Der FC Bayern darf sich nicht erpressen lassen: Charakterfrage!
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