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Ronaldo spielt nicht: Fans aus Südkorea fordern Schadenersatz | BR24

© dpa/Ahn Young-Joon

Fans in Südkorea mit Ronaldo-Masken.

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    Ronaldo spielt nicht: Fans aus Südkorea fordern Schadenersatz

    Cristiano Ronaldo hat in Südkorea für eine öffentliche Kontroverse gesorgt. Weil der Fußball-Superstar bei einer Testpartie gegen eine südkoreanische Auswahlmannschaft nicht spielte, fordern enttäuschte Fans nun Schadenersatz.

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    Fußball-Weltstar Cristiano Ronaldo hat in Südkorea für eine Klagewelle enttäuschter Fans gesorgt. Der 34-Jährige hätte bei einem Testspiel seines Klubs Juventus Turin in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul in der vergangenen Woche zum Einsatz kommen sollen, stattdessen saß er die gesamte Partie über auf der Bank.

    Fans klagen gegen Veranstaltungsagentur

    Mehr als 2.000 Fans haben sich deshalb einer Klage gegen die Agentur "The Festa" angeschlossen, die das Spiel veranstaltete. "Derzeit haben wir 2.500 Interessenten, bis zum kommenden Mittwoch erwarten wir insgesamt 2.700 Kläger, die das Geld für ihre Tickets zurückbekommen möchten", sagte eine Anwältin der Kanzlei. Sie erwarte demnach, dass die Klage gegen Ende nächster Woche eingereicht wird.

    Ronaldo vertraglich zu Auftritt in Südkorea verpflichtet

    Insgesamt 65.000 Fans waren im ausverkauften WM-Stadion von Seoul dabei und warteten auf einen Einsatz ihres Idols. Die Tickets, die zwischen 23 und 300 Euro gekostet hatten, waren innerhalb von zweieinhalb Stunden vergriffen. Laut einem Bericht des koreanischen Fernsehsenders SBS hätte sich Juventus verpflichtet, dass Ronaldo bei dem Freundschaftsspiel mindestens 45 Minuten spielen und ein Fan-Treffen abhalten sollte. Beide Abmachungen seien nicht eingehalten worden. Zudem hatte sich die Anreise des italienischen Teams aus China verspätet, was zu einer Verzögerung des Anpfiffs um eine Stunde führte.

    Ronaldo will nicht spielen

    Die Geschäftsführerin der Agentur, Robin Zhang, hatte dem südkoreanischen Fernsehsender SBS unter Tränen geschildert, dass sie sich bei Juves Vizepräsidenten Pavel Nedved noch während des Spiels beschwert hätte. Der frühere tschechische Ausnahmespieler entgegnete jedoch, dass Ronaldo nicht spielen wolle und er nichts machen könne. Zhang kündigte an, eine Lösung für die enttäuschten Fans zu finden.

    Fans "revanchieren" sich mit "Messi"-Rufen

    Die Zuschauer machten ihrem Unmut im Laufe des Spiels Luft, indem sie immer wieder "Messi, Messi"-Gesänge anstimmten. Der Argentinier Lionel Messi vom FC Barcelona ist Ronaldos großer Rivale. Als sich abzeichnete, dass Ronaldo nicht mehr zum Einsatz kommen würde, verließen viele Fans vorzeitig das Stadion.

    Kritik an "Arroganz und Unverantwortlichkeit" des Klubs

    Die südkoreanische Fußballliga K-League hat bereits ein Protestschreiben gegen Juventus Turin eingereicht, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. In diesem wird die "Arroganz und Unverantwortlichkeit" des italienischen Fußballklubs kritisiert.