BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Rodlerin Taubitz kassiert im Kampf um Gesamtweltcup Dämpfer | BR24

© picture-alliance/dpa

Rodlerin Julia Taubitz

Per Mail sharen

    Rodlerin Taubitz kassiert im Kampf um Gesamtweltcup Dämpfer

    Beim turbulenten Rodel-Weltcup in Winterberg fährt die deutsche Gesamtweltcup-Hoffnung Julia Taubitz nur auf Rang drei. Die Berchtesgadenerin Anna Berreiter wird beim Sieg der Lettin Eliza Cauce Fünfte.

    Per Mail sharen

    Trainingsstürze, Bahnboykott und kein deutscher Sieg beim turbulenten Rodel-Weltcup in Winterberg. Am vorletzten Rennwochenende brachte es Deutschlands Spitzenrodlerin Julia Taubitz auf den Punkt: "Wenn man sagt, es ist zu gefährlich, dann kann man das Rennen auch einfach mal absagen. Wir Sportler sind nicht wirklich erhört worden", sagte die 23-Jährige am Samstag.

    Auf einer verkürzten und langsameren Strecke fuhr sie auf Rang drei hinter Eliza Cauce und Tatjana Iwanowa und hat bei 27 Punkten Rückstand auf Iwanowa im Gesamtklassement beim Finale am Königssee nächstes Wochenende noch alle Chancen auf den Gesamtsieg. Anna Berreiter aus Berchtesgaden wurde Fünfte.

    Russe Fedorow erlitt Zehenbruch

    Nicht Schnee, sondern Stürme hatten der schmucken Winterberger Eis-Arena unter der Woche Probleme bereitet. "Wir haben versucht das Eis rauszubringen, aber wir haben es nicht geschafft", erklärte Stephan Pieper, Geschäftsführer des Sportzentrums Winterberg. Das deutsche Duo Tobias Wendl/Tobias Arlt sprach von einem "extrem hohen und somit unkalkulierbaren Risiko". Der Russe Stepan Fedorow erlitt beim Training sogar einen Zehenbruch.

    Taubitz, die eigentlich auch nicht an den Start gehen wollte, kam selbst im ersten Lauf auf der kürzeren Strecke in eine schwierige Situation. "Das habe ich artistisch gemeistert. Es war halt anders als sonst. Die Chance durchzukommen war 50:50", sagte die 23-Jährige nach einem Rennen, das langsamer als sonst war und in dem es keine Stürze gab. "Aber alle hatten im Hochgeschwindigkeitsbereich Probleme", sagte Taubitz.

    Durchgeführt wurden die Rennen auf verkürzten Strecken

    Teamkamerad Felix Loch und alle deutschen Doppelsitzer hatten wie auch die österreichische Mannschaft und die USA ihre Teilnahme komplett abgesagt. Durchgeführt wurden die Rennen auf verkürzten Strecken. Das entschied der Weltverband FIL in Absprache mit den Veranstaltern.

    Die Athleten können selbst entscheiden, ob sie starten wollen oder nicht, wurden aber in allen Fällen auch von ihren Verbänden unterstützt. Allerdings gab es auch andere Sichtweisen. Italiens Trainer Kurt Brugger sagte: "Wir sind zu verwöhnt. Es wird immer ziemlich viel gejammert."