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Bei den kommenden Rodel-Weltmeisterschaften gilt Felix Loch als absoluter Favorit. Für den vorzeitigen Weltcupsieger ist es wahrhaftig eine "Heim-WM" - der 31-Jährige ist am Königssee aufgewachsen und hat dort rodeln gelernt.

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Rodeln: Felix Loch "voller Vorfreude" auf Heim-WM

Bei den kommenden Rodel-Weltmeisterschaften gilt Felix Loch als absoluter Favorit. Für den vorzeitigen Gesamt-Weltcupsieger ist es wahrhaftig eine "Heim-WM" - der 31-Jährige ist am Königssee aufgewachsen und hat dort rodeln gelernt.

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Von
  • BR24 Sport
  • Cristina Krüger

Vom 29. bis 31. Januar steigen die 50. Rodel-Weltmeisterschaften, vergeben werden die Medaillen mal wieder am Königssee. Schon zum siebten Mal ist die Bahn im Berchtesgadener Land Schauplatz der Titelkämpfe, und schon zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren: 2016 hatten Felix Loch und Co. zuletzt eine Heim-WM am Fuße des Watzmanns - und räumten damals so ziemlich alles ab.

Heuer rechnen sich die deutschen Athleten mehr Titel aus als die zwei Siege im Vorjahr bei der WM in Sotschi. Top-Favorit ist bei den Herren ist Felix Loch, der am vergangenen Wochenende bereits vorzeitig den Weltcup für sich entscheiden konnte. Nach den drei Sprintentscheidungen am Freitag geht es am Samstagnachmittag um Gold im Einsitzer-Rennen. Insgesamt stehen bei der WM sieben Entscheidungen an.

Loch nimmt Favoritenrolle gelassen

Loch hat diese Saison alle Rennen gewonnen und geht als Topfavorit in die Heim-WM. Mit der Favoritenbürde hat er keine Probleme. "Damit kann ich leben und das habe ich mir auch hart erarbeitet", sagte der erfolgreichste deutsche Rennrodler, der in der letzten Saison keinen einzigen Sieg feiern konnte. Druck, irgendetwas gewinnen zu müssen, verspüre er nicht. "Dass diese Sicherheit da ist und man weiß, wo man das eine oder andere Zehntel noch herausholen kann, das ist entscheidend", erklärte der sechsmalige Einzel-Weltmeister.

Dieser "Kampf um jedes Tausendstel" mache "Reiz des Rodelsports aus", erklärte Loch, der sich auf seiner Heimatbahn am Königssee pudelwohl fühlt. "Ich freue mich richtig, das Abschlusstraining war auch sehr gut", sagte Loch am Donnerstag vor dem Wettkampf. Der 31-Jährige wuchs am Königssee auf und entdeckte auch dort seine Leidenschaft für das Rodeln.

Kurs auf neuen Rekord

Loch kann seine herausragende Saison noch veredeln. Mit einem Sieg auf der Heimbahn kann der dreimalige Olympiasieger Rekord-Weltmeister werden, mit einem weiteren Erfolg beim Weltcup-Finale in St. Moritz eine Woche später kann er der erste Rodler werden, der alle Weltcuprennen in einer Saison gewinnt. Was ihm mehr bedeuten würde? "Natürlich liegt der Fokus jetzt auf der WM, aber ich schiele schon zum Weltcup-Finale in St. Moritz, wenn das alles klappen sollte, wäre das hammergeil. Das kann man niemandem erklären", sagte Loch, der den WM-Titel 2020 verpasste.

Die Konkurrenz verneigt sich ohnehin schon vor Felix Loch. "Er fährt gerade auf einem Niveau, das seinesgleichen sucht und hat zur Zeit einfach einen Flow. An Felix führt momentan kein Weg vorbei - aber ich versuche immer wieder in Reichweite zu bleiben", sagte sein Teamkamerad Johannes Ludwig, der in der Gesamtwertung auf Rang zwei liegt.

Felix Loch und Natalie Geisenberger in Blickpunkt Sport

Bei den Frauen geht Natalie Geisenberger aus Miesbach nach ihrer Baby-Pause mit Medaillenchancen bei der Heim-WM an den Start. Gemeinsam mit ihr kommt Felix Loch nach den Wettkämpfen im Berchtesgadener Land direkt vom Eiskanal ins Blickpunkt Sport-Studio, wo die beiden Ausnahme-Athleten im Gespräch mit Moderator Markus Othmer auf ein hoffentlich erfolgreiches zurückliegendes Wochenende blicken werden.

Dies und noch viel mehr am Sonntag, 21.45 Uhr, in Blickpunkt Sport.

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Kurz vor der Heim-WM am Königssee sind die deutschen Rodlerinnen und Rodler allesamt gut drauf. Tobias Wendl hat sogar noch mehr Grund zur Freude: Sein Sohn kam pünktlich zum Saisonhöhepunkt zur Welt.