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Richtige Rad-Beleuchtung - das A und O in der dunklen Jahreszeit | BR24

© picture-alliance/dpa

Radfahrer im Herbst in München

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    Richtige Rad-Beleuchtung - das A und O in der dunklen Jahreszeit

    Es ist Herbst, es wird früh dunkel. Umso wichtiger ist es für Radfahrer, für eine funktionierende Beleuchtung zu sorgen. Damit Biker ausreichend sehen, aber vor allem auch gesehen werden. Das Licht dient der eigenen Sicherheit, ist aber auch Pflicht.

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    "An rund 40 Prozent der Fahrräder ist die Beleuchtung nur unzureichend oder fehlt völlig." (Deutsche Verkehrswacht)

    Die Zahl ist erschreckend hoch, erstaunt aber nicht wirklich, wenn man als Radfahrer unterwegs ist und Bikern begegnet, die gänzlich ohne Licht fahren oder deren Beleuchtung eher einer Funzel ähnelt.

    Das ist vor allem dann gefährlich, wenn die Radler zusätzlich dunkel gekleidet sind und man sie erst im allerletzten Augenblick sieht. Je besser die Beleuchtung am Rad ist, je heller man sich kleidet oder sich durch entsprechende Leuchtbänder sichtbar macht, umso geringer ist die Unfallgefahr.

    Gesetzliche Vorschriften

    Was und was nicht bei der Beleuchtung am Fahrrad erlaubt ist, steht in der Straßenverkehrszulassungsverordnung (§67 der StVZO). Der Paragraf schreibt unter anderem die aktive Beleuchtung am Rad fest, etwa durch Leuchten, als auch die passive Beleuchtung durch Reflektoren am Rad.

    Fest oder flexibel

    Seit 2017 sind abnehmbare Leuchten erlaubt, sie dürfen aber nicht blinken. Zugelassen sind Dynamos oder Akkus. Während bei City- oder Trekkingrädern die notwendigen aktiven und passiven Lichtanlagen von Anfang an mit dabei sind, müssen Mountainbiker selbst für eine Lichtanlage sorgen.

    Hier bieten sich Sets (Vorder- und Rücklicht) an, die man am Rad befestigt, wenn man das Licht benötigt. Nach dem Gebrauch sollten man sie wieder abnehmen, damit sie nicht geklaut werden. Ein gutes Leuchten-Set kostet ab 35 Euro aufwärts.

    Das Rücklicht: Prio in der Stadt

    Wer in der Dämmerung oder im Dunkeln durch die Stadt radelt, sieht meistens relativ viel, weil die Straßenbeleuchtung meistens hell genug ist. Viele Radler aber tragen dunkle Kleidung, und sind deswegen besonders schwer zu erkennen. Deshalb sollte man beim Kauf eines Leucht-Sets vor allem Wert auf ein gutes Rücklicht legen, damit man auf jeden Fall von den anderen Straßenteilnehmern frühzeitig gesehen wird.

    "In der Stadt ist ein starkes Rücklicht wichtiger als eine starke Frontleuchte. Ob ich für ein Rücklicht 15 oder 35 Euro ausgebe, das ist ein Unterschied wie zwischen Oberliga und Champions League. Das zahlt unbedingt auf die Sicherheit ein." Gunnar Fehlau, pressedienst-fahrrad

    Die Frontleuchte: Prio für sportliche Biker

    Im Gegensatz zur Stadt brauchen Biker, die im Gelände und in Trails im Dunklen unterwegs sind, zum Beispiels bei Nightrides, eine richtig gute Frontleuchte, deren Lichtkegel die die Trails genügend ausleuchtet. Hier können leidenschaftliche Biker richtig viel Geld in dreistelliger Höhe liegen lassen. Viele Mountainbiker benutzen eine Helmbeleuchtung.

    Leuchtfarben bringen es

    Je leuchtender, umso besser: Radler können für ihre eigene Sicherheit reflektierende Leuchtbänder um Arm- und Fußgelenke oder Oberkörper befestigen. Zudem gibt es beispielsweise Jacken, Handschuhe und Gamaschen in Neonfarben, zusätzlich verarbeiten viele Hersteller reflektierendes Gewebe in ihrer Funktionskleidung.

    Bußgeldkatalog

    Eigentlich dienen die Vorschriften der eigenen Sicherheit und sollten deshalb aus eigenem Interesse umgesetzt werden. Wer sie nicht befolgt, muss bei Polizeikontrollen mit folgenden Bußgeldern rechnen:

    • Fahrrad ohne bzw. defektes Licht 20 Euro
    • … mit Gefährdung 25 Euro
    • Es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung 35 Euro