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FC-Augsburg-Manager Stefan Reuter erklärt bei Blickpunkt Sport warum die Schwaben Ricardo Pepi für eine Rekordsumme geholt haben und verrät, warum die Investition nicht das Mannschaftsgefüge sprengt.

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Reuter über Pepi: "Wird seinen Wert halten oder steigern"

FC-Augsburg-Manager Stefan Reuter erläutert bei Blickpunkt Sport die Gründe für den Rekordtransfer von Ricardo Pepi und erklärt, wie sich der Verein diese Investition leisten konnte.

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Eine zweistellige Millionensumme für einen 18-Jährigen. Das sind Dimensionen, die es beim FC Augsburg noch nie gegeben hat. Der Rekordtransfer des FCA sorgte in der Woche vor dem Rückrundenstart nicht nur in Deutschland für Aufsehen. Denn an Ricardo Pepi war laut Berichten nicht nur der VfL Wolfsburg dran. Auch internationale Vereine wie Ajax Amsterdam und sogar Real Madrid sollen am Stürmer interessiert gewesen sein.

Reuter: Pepi-Transfer passt ins Profil

FC-Augsburg-Manager Stefan Reuter hat in Blickpunkt Sport die Verpflichtung von Riccardo Pepi erklärt und gesagt, dass selbst dieser Millionen-Deal voll in das Profil der Schwaben passe: "Unser Weg ist, dass wir in entwicklungsfähige Spieler investieren, dass wir in Werte investieren", sagte Reuter und erläuterte: "Wir haben viele junge Spieler mit Entwicklungspotenzial. Ob Iago, Uduokhai, Maier, Cordoba. Das sind alles Spieler, die Entwicklungspotenzial haben und ihren Wert auch noch erhöhen werden. Wichtig ist, dass das Gehaltsgefüge stimmt. Da schießt Pepi mit seinen 18 Jahren in keinem Fall heraus. "

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Schlappe 17,5 Millionen Euro hat sich der FC Augsburg den jetzt 19-Jährigen US-Amerikaner Ricardo Pepi kosten lassen. Beim 1:3 in Hoffenheim durfte der Youngster seine "ordentliche" Bundesliga-Premiere feiern.

Reuter bestreitet Blitzer-Spekulationen

Laut BR-Informationen hat der FCA 13 Millionen Euro für Pepi an den FC Dallas überwiesen. So viel, wie für keinen anderen Spieler zuvor. Wegen dieser hohen Summe waren Spekulationen aufgekommen, ob David Blitzer, der US-amerikanische Gesellschafter, der über 45 Prozent der Anteile der Augsburger verfügt, die Summe für den Pepi-Transfer aus eigener Tasche bezahlen wird.

Dieser Darstellung widersprach Reuter: "Blitzer nimmt die Rolle ein, die vorher zwei andere Gesellschafter hatten. Er hat diese Anteile übernommen. Bei uns hat sich im Grunde nichts geändert. Klaus Hofmann ist bei uns der starke Mann. Es gibt die Hofmann Investoren GmbH und da ist Blitzer als Gesellschafter eingestiegen."

Klaus Hofmann ist seit acht Jahren Präsident und Strippenzieher beim FCA. Seine Gesellschaft, die "Klaus Hofmann Inverstoren GmbH" hält fast 100-Prozent der Aktien an der "Fußball-Club Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA" - Augsburgs ausgegliederter Profiabteilung.

Erlöse aus Verkäufen ermöglichte Pepi-Transfer

Viel mehr sei der Transfer durch Verkäufe vor der Saison möglich gewesen, so Reuter. "Es war nur möglich, weil wir in den letzten Jahren extrem gut gewirtschaftet haben und unsere Eigenkapitalquote deutlich erhöhen konnten. Deswegen haben wir uns entschlossen, zu investieren. Mit Kevin Danso und Marco Richter haben wir vor der Saison zwei Spieler in ähnlicher Größenordnung abgegeben."

Im Sommer gaben die Schwaben die Eigengewächse Richter an Hertha BSC ab, Danso wurde an den RC Lens verkauft. Die zwei Akteure brachten dem Tabellen-15. zwölf Millionen Euro ein. In den Jahren zuvor verkaufte man Jonathan Schmid, Philipp Max und Martin Hinteregger (circa 23 Millionen). Geld, das die Augsburger nun in den Millionen-Stürmer anlegen konnten.

Reuter: Pepi "wird seinen Wert halten oder steigern"

Aus finanzieller Sicht sehe Reuter kein großes Risiko, diese Summe für einen 18-Jährigen auszugeben. " Wenn Pepi die Entwicklung nimmt, die wir hoffen - nicht auf die nächsten Wochen oder Monate bezogen, sondern auf die nächsten Jahre - dann wird er seinen Wert halten oder steigern. Mit Felix Uduokhai oder Niklas Dorsch haben wir zwei sehr umworbene Spieler verpflichtet, auch wenn die Summen nicht ganz so hoch waren."

Doch auch aus sportlicher Sicht soll sich der Transfer lohnen. "In unserer Hinrunde haben uns Abschlüsse gefehlt, haben Tore gefehlt und darum haben wir entschieden, in die Offensive zu investieren", sagte Reuter und schränkte allerdings ein: "Du darfst so einem jungen Spieler nicht die ganze Last aufbürden."

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