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Spielszene Greuther Fürth - SSV Jahn Regensburg

In den ersten 30 Minuten spielte im Fürther Ronhof fast nur der Tabellensechste aus Regensburg. Die Oberpfälzer wirbelten phasenweise so problemlos durch die Fürther Defensive, dass die Führung nur eine Frage der Zeit schien. Nur: die Führung kam nicht, der SSV Jahn konnte seine Überlegenheit nicht in Tore umwandeln. Und so sollte das Phrasenschwein auch an diesem 9. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga wieder einmal recht behalten: "Das könnte sich rächen."

Fürther Führung nach dem Seitenwechsel

Denn Fürth wehrte sich zwar spät, dafür umso wuchtiger gegen die Regensburger Offensivgewalt. Fürths Julian Green sorgte für den ersten Flugeinsatz von Regensburg-Keeper Philipp Pentke (35.), Richard Magyar nickte eine Flanke nur knapp vorbei (36.). Und mit der dritten Chance ging Fürth kurz nach dem Seitenwechsel in Führung. Eine feine Flanke von Tobias Mohr nickte David Atanga (49.), von zwei Regensburgern in ein harmloses Spalier genommen zur 1:0-Führung ein.

Der Regensburger Elan der ersten halben Stunde war dahin - und die Oberpfälzer mühten sich vergeblich, noch einmal die Initiative zu übernehmen. Im zweiten Durchgang kontrollierten die Hausherren fast nach Belieben die Partie. Doch ähnlich wie der Jahn in Halbzeit eins versäumte es diesmal Fürth, rechtzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. So durfte am Ende noch einmal das Phrasenschwein gefüllt werden.

Regensburg-Trainer mit glücklichem Wechsel-Händchen

Nach 73 Minuten brachte Jahn-Coach Achim Beierlorzer mit Stürmer Hamadi Al Ghaddioui für Mittelfeldmann Albion Vrenezi noch einmal frischen Offensivwind, nur zwei Minuten später zahlte sich der Wechsel aus. Regensburgs Sargis Adamyan schickte Joker Al Ghaddioui in den Strafraum, der legte in den Rückraum zu Kapitän Marco Grüttner, der locker zum 1:1-Ausgleich einschob (75.).

Bis zum Schluss passierte nicht mehr viel, beide Kontrahenten nahmen sich eine kleine Auszeit in der Schluss-Viertelstunde. Nach zwei unterhaltsamen Halbzeiten und zahlreichen flotten Offensivaktionen war man wohl in beiden Lagern mit dem einen Punkt einigermaßen zufrieden - weil beide dadurch an der Spitzengruppe dranbleiben. Fürth ist nur einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Hamburger SV auf Platz vier, Regensburg ist zwei Zähler dahinter Siebter.

Stimmen zum Spiel

"Wenn man das ganze Spiel sieht, ist das Unentschieden wohl in Ordnung", sagte Fürths Torwart Sascha Burchert nach der Partie. Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer kommentierte: "Wir haben ein intensives Spiel gesehen mit einem Ergebnis, mit dem beide Mannschaften gut leben können."

Audio: Fürths Julian Green nach dem Spiel im Interview bei Michael Küster vom BR Sport

Audio: Fürths Julian Green nach dem Spiel im Interview bei Michael Küster vom BR Sport

Greuther Fürth - Jahn Regensburg 1:1 (0:0)

Fürth: Sascha Burchert - Sauer, Maloca, Magyar, Maximilian Wittek - Green, Ernst - Reese (46. Shawn Parker), Mohr (90.+1 Steininger) - Atanga (76. Bauer), Keita-Ruel. - Trainer: Buric

Regensburg: Pentke - Stolze, Sörensen, Föhrenbach, Nandzik - Thalhammer, Fein (87. Lais) - George, Vrenezi (73. Al Ghaddioui) - Grüttner, Adamyan (90.+3 Volkmer). - Trainer: Beierlorzer

Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve)

Tore: 1:0 Atanga (49.), 1:1 Grüttner (75.)

Zuschauer: 10.845

Beste Spieler: Burchert, Mohr - Fein, Stolze

Gelbe Karten: Maloca (2), Green (2) - Grüttner (3)

Autoren

Bernd Eberwein

Sendung

Heute im Stadion vom 06.10.2018 - 13:05 Uhr