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Relegation: FC Ingolstadt vor der Rettung | BR24

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Trainer Tomas Oral geht positiv ins Relegations-Rückspiel seines FC Ingolstadt gegen den SV Wehen Wiesbaden. Vor der Partie hat er eine ganz besondere Liebeserklärung für seinen Klub parat.

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Relegation: FC Ingolstadt vor der Rettung

Ende gut, alles gut? Bei Fußball-Zweitligist FC Ingolstadt ist man zuversichtlich, dass die verkorkste Saison noch ein Happy End bringt. Vor dem Relegationsrückspiel gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden spricht vieles dafür.

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Die Voraussetzungen für den Klassenerhalt stehen nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel nicht schlecht. Gelingt den Schanzern im Relegationsrückspiel gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden an diesem Dienstag (18.15 Uhr, B5 aktuell überträgt die zweite Halbzeit live) die Rettung, hätte man nach einer schlechten Saison den Super-GAU Abstieg verhindert. Trainer Tomas Oral dürfte sich zudem berechtigte Hoffnungen auf eine Verlängerung seines bis zum 30. Juni befristeten Engagements machen.

Tomas Oral: Lieber an der Seitenlinie als am Tresen

"Es hat mir schon gefehlt, an der Seitenlinie zu stehen, denn das ist mein Leben. Das ist schon etwas anderes als hinter dem Tresen zu stehen", sagt Oral, der vor dem neuerlichen Engagement beim FCI in seinem Café in Frankfurt arbeitete. Am Tag vor dem entscheidenden Match schwärmt er nun von seinem alten und neuen Klub: "So wie ich die Mannschaft kennengelernt habe, habe ich mich richtig in sie verliebt. Das heißt, dass eine große Harmonie herrscht und ein intensives Vertrauen zwischen Spielern und Staff da ist."

Zum Jubeln ist es noch zu früh

Der Klassenerhalt wäre ein Erfolg nach einer Spielzeit, in der die Schanzer drei Trainer verschlissen haben. Doch Oral will nicht zu früh jubeln: "Im Moment träume ich nicht, denn die nackte Realität ist, dass wir eine richtig schwere Aufgabe vor der Brust haben. Der SV Wehen Wiesbaden wird in Ingolstadt noch einmal alles versuchen, um nach zehn Jahren in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Beim FCI fehlt außerdem Kapitän Almog Cohen, der im Hinspiel Gelb sah und nun gesperrt ist.

Linke lobt Oral: "Hauptverantwortlicher für die Wende"

Was seine eigene Zukunft angeht, das "lasse ich auf mich zukommen", sagt Oral. "Es gilt, den Verein irgendwie in der 2. Liga zu halten. Alles andere interessiert mich derzeit nicht." Seit dem 2. April steht der 46-Jährige bei den Ingolstädtern, die er schon von November 2011 bis Sommer 2013 trainierte, in der sportlichen Verantwortung. Zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung war der FCI Tabellenletzter - mit fünf Punkten Rückstand zum Relegationsplatz, den sich das als Aufstiegsanwärter in die Saison gestartete Team dank eines tollen Endspurts unter Oral mit fünf Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage noch sicherte.

Der Rückkehrer, der zuvor mehr als zwei Jahre ohne Trainerjob war, hat daran einen großen Anteil. "Tomas Oral ist der Hauptverantwortliche für die Kehrtwende", lobt der Sportliche Leiter Thomas Linke. "Als er vor einigen Wochen angefangen hat, haben alle in Ingolstadt geglaubt, wir sind abgestiegen. Daher sind wir sehr glücklich, dass er die Mannschaft schnell erreicht hat und wir diese Relegation spielen dürfen."

Die Sinne sind geschärft

Auch die Spieler sind voll des Lobes über den leidenschaftlichen Fußball-Lehrer, der eine direkte Ansprache bevorzugt. "Das ist meistens unangenehm, aber man darf da nicht nachtragend sein. Denn es ist auf den Erfolg der Mannschaft bezogen", so Stürmer Stefan Kutschke.

Man darf also davon ausgehen, dass Oral seine Schützlinge für das Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Wehen Wiesbaden richtig heiß macht. Dem Trainer kam der späte Anschlusstreffer der Hessen in der sechsten Minute der Nachspielzeit daher gar nicht so ungelegen. "Wenn man mit einer zu hohen Führung ins Spiel geht, kann es auch in eine andere Richtung gehen", sagt Oral. "Das Gegentor war daher zwar ärgerlich, schärft aber unsere Sinne für das Rückspiel."