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Audio: Isabell Werth gewann bei den Weltreiterspielen im US-amerikanischen Tryon das neunte WM-Gold ihrer Karriere

"Ich wusste, dass wir alles geben musste", sagte die 49-jährige Werth nach dem neunten WM-Gold ihrer Karriere. Wieder einmal konnte sie sich wie schon im Teamwettbewerb auf die Zuverlässigkeit ihrer Stute Bella Rose verlassen: "Ich fühle mich mit ihr so sicher", sagte Werth - obwohl Bella Rose dreieinhalb Jahre wegen einer Verletzung pausiert hatte und lange unklar war, ob sie für die WM schon bereit ist.

Werth ging als letzte Starterin ins Feld und holte 86,246 Prozent. Sie distanzierte die zweitplatzierte US-Amerikanerin Laura Graves mit Verdades (81,717) und die Britin Charlotte Dujardin mit Mount St John (81,489) deutlich. Pech hatte WM-Debütant Sönke Rothenberger, der mit dem Team ebenfalls Gold gewonnen hatte: Der Bad Homburger kam mit Cosmo (81,277) auf Platz vier.

"Das war Dressur in ihrer schönsten Form. Das war zelebriert." Bundestrainerin Monica Theodorescu über Werths Gold-Ritt.

Vertrauen in Stute Bella Rose belohnt

Das Risiko, auf Bella Rose zu setzen, zahlte sich in Tryon erneut aus. "Der Wunsch von Isabell und mir, dass das Pferd hier alles zeigt, ist aufgegangen", sagte Theodorescu. Bella Rose sei "null müde, die ist in guter Kondition." Werth und die Bundestrainerin hatten sich vor der WM trotz langer Verletzungspause auf Bella Rose festgelegt und nicht auf Weihegold, mit der Werth vor einem Jahr bei der EM in Göteborg drei Medaillen gewonnen hatte.

Werth und Bella Rose sind nach zwei fehlerfreien Vorstellungen im Team und Einzel auch die Favoriten für die abschließende Kür bei den Weltreiterspielen, wo es erneut um Gold, Silber, Bronze geht. Wegen Hurrikan "Florence" wird diese voraussichtlich am Montag ausgetragen wird, der Sturm wirbelt derzeit den Zeitplan der Wettkämpfe durcheinander.

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BR Sport

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B5 Sport vom 15.09.2018 - 05:55 Uhr