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Regionalliga Bayern: Chaos droht bei Saison-Fortsetzung | BR24

© BR/Kilian Medele

In der Regionalliga Bayern geht es ab Samstag wieder los, die abgebrochene Saison wird fortgesetzt. Elf Spieltage müssen noch absolviert werden - ohne Drittligaaufsteiger Türkgücü München.

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Regionalliga Bayern: Chaos droht bei Saison-Fortsetzung

In der Regionalliga Bayern wird ab Samstag wieder gekickt - die unterbrochene Saison fortgeführt. Allerdings gibt es große Zweifel, ob alle Vereine aufgrund der Corona-Pandemie bis zum letzten Spieltag durchhalten.

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Von
  • BR24 Sport
  • Kilian Medele

Nach dem 23. Spieltag wurde Anfang März die Spielzeit in der Regionalliga Bayern unterbrochen. Die Mehrheit der Fußballklubs hatte sich im Juni gegen einen Abbruch ausgesprochen. Nicht mehr dabei ist Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München - die Partien mit dem Münchner Verein wurden aus der Wertung genommen. Elf Spieltage bleiben noch in dieser komplizierten Rest-Saison.

Chaos aufgrund von Corona-Verdachtsfällen vorprogrammiert

Die Klubs erwarten einige Probleme an den noch ausstehenden Spieltagen. So war beispielsweise letzten Samstag der FC Memmingen bereits vor den Toren Münchens, als sein Nachholspiel beim Tabellenletzten VfR Garching wegen eines Corona-Verdachtsfalls kurzfristig abgesagt wurde. Im Nachhinein erwies sich die Absage als richtig, weil sich der Fall bestätigte und sonst beide Teams zwei Wochen in Quarantäne gemusst hätten. Die Verantwortlichen der Klubs hoffen auf gegenseitiges Fair-Play.

Finanzielle Engpässe und Spielerwechsel

Einige Vereine haben durch die fehlenden Zuschauereinnahmen finanzielle Probleme, andere haben während der Pandemie-Pause fast ihren kompletten Kader ausgetauscht. So auch der FC Memmingen, der sogar den 31-jährigen Ex-Löwe Timo Gebhart verpflichten konnte.

"Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass viele Vereine auf Solidarität der Spieler setzen, auch jetzt aktuell ohne Geld weiterzuspielen. Wir haben schon Gedanken, dass es für viele Vereine sehr eng werden wird." Memmingens Klubchef Armin Buchmann

Der Bayerische Fußball-Verband hat sogar schon vorgesorgt, falls Mannschaften mehr als drei Mal eigenverschuldet nicht antreten. Normalerweise müssen die Vereine in der untersten Klasse wieder anfangen. Aufgrund der besonderen Situation müssten sie jetzt nur eine Klasse tiefer.

"Wir respektieren solche Entscheidungen und haben deswegen die Statuten entsprechend angepasst. Der Verein müsste dann nur eine Klasse tiefer gehen. Zum Glück ist das bislang ausgeblieben." Fabian Frühwirth, Pressesprecher Bayerischer Fußball-Verband

BFV: Fast 8.000 Spiele in Bayern absolviert

Der Bayerische Fußball-Verband verweist auf Statistiken aus den unteren Ligen und meint, dass die Fortsetzung unter keinem schlechten Stern stehe. Die Zahl der Spielabsagen sei von 14 auf acht Prozent zurück gegangen.

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In der Regionalliga Bayern wird die unterbrochene Saison fortgesetzt. Es gibt allerdings Zweifel, ob da alle Vereine bis zum Ende mitmachen.