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Physiotherapeut Jörg Mayer setzt die Massagepistole ein

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    Regenerationshilfen - Massagepistolen für den Hausgebrauch

    Eine Massage hilft nicht nur Sportlern. Durch die manuelle Behandlung der Muskeln werden diese gelockert und besser durchblutet, Schadstoffe werden abtransportiert. Physiotherapeuten benutzen dabei auch gerne sogenannte Massagepistolen.

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    Von
    • Petra Martin

    Massagepistolen sind handliche Geräte, die tatsächlich wie eine Pistole aussehen und kleine Schläge auf die Muskeln ausüben. Die Geräte gibt’s auch für den Hausgebrauch.

    Hilfe bei der Regeneration

    Jörg Mayer ist Physiotherapeut und behandelt in seiner Praxis in München viele Sportler. Denn auch sie leiden unter Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich oder klagen über Rückenschmerzen vom vielen Sitzen und Arbeiten am Computer. Um die Muskulatur für eine Behandlung vorzubereiten, massiert der Therapeut die entsprechende Stelle. Um das nicht nur mit Händen und Fingern zu machen, setzt er eine Massagepistole ein. "Es sieht tatsächlich aus wie eine Pistole oder ein Vorschlaghammer. Und es arbeitet mit Schlägen, nicht mit Vibration. Mit einem Hub von 16 Millimetern schlägt es auf den Muskel ein“, erläutert Jörg Mayer.

    Muskeln aufwärmen

    Ziel ist es, den Muskel aufzuwärmen, ihn weicher zu machen, um so die Verspannung zu lösen. Die Verspannung wäre bildlich gesprochen jemand, der auf einem Gartenschlauch – unserem Gewebe – steht – und so die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen im Muskel unterbindet und auch den Abtransport von Abfallstoffen erschwert.

    Nach ein paar Minuten ist die Muskulatur des Patienten durch die Massagepistole stark gerötet. Das ist keineswegs bedenklich, sondern weist auf eine gute Durchblutung hin. Außerdem ist die Haut an dieser Stelle viel wärmer als im restlichen Rücken. Genau das wollte Jörg Mayer erreichen und kann jetzt seine Behandlung beginnen.

    Einsatz nur auf Muskeln

    Immer mehr Menschen setzen das Gerät auch zuhause ein, um Verspannungen zu lösen. Die Massagepistolen kann eigentlich jeder nutzen, wichtig ist, dass sie nur auf Muskeln (und nicht auf Knochen) zum Einsatz kommt. Druck muss man nicht ausüben, das Gerät auf die Muskelpartie setzen, es arbeitet von selbst.

    Und wie bei allen Heilmethoden nur in Maßen einsetzen. Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sind gerade bei Menschen, die viel am Computer arbeiten, verbreitet und hier kann das Gerät zu Linderung verhelfen.

    Das Profigerät vom Physiotherapeuten wiegt ein Kilogramm, seinen Patienten empfiehlt Jörg Mayer kleinere Geräte, die etwa ein halbes Kilogramm wiegen und aussehen wie ein Rührgerät.

    Bewegung hilft Verspannungen vorzubeugen

    Massagepistolen gibt’s ab 40 Euro, teure Profigeräte schlagen mit bis zu 600 Euro zu Buche. Für etwa 120 Euro gibt’s gute Produkte. Wichtig ist, dass der Motor stark genug ist, um eine Wirkung zu erzielen und trotzdem weder zu laut ist noch schlapp macht.

    Ein Allheilmittel sind Massagepistolen nicht. Um Rückenproblemen und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich vorzubeugen, hilft Bewegung. Also immer mal wieder aufstehen, Schultern und den Kopf kreisen und im Alltag generell für Bewegung sorgen. Mit gezielten Übungen werden die betroffenen Bereiche gestärkt. Bei akuten Verspannungen hilft Wärme: also eine Wärmflasche auflegen. Auch die Selbstmassage mit einem Duo- oder Igelball sorgt für Linderung.