BR24 Logo
BR24 Logo
Sport

Ungewisse Zukunft: Reaktionen auf Drittliga-Pause | BR24

© BR

Nach der Entscheidung des DFB, den Spielbetrieb in der Dritten Liga bis mindestens Ende April auf Eis zu legen, macht sich bei den bayerischen Vereinen Unsicherheit breit. Dabei werden Stimmen nach öffentlicher Unterstützung laut.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Ungewisse Zukunft: Reaktionen auf Drittliga-Pause

Nach der Entscheidung des DFB, den Spielbetrieb in der Dritten Liga bis mindestens Ende April auf Eis zu legen, macht sich bei den bayerischen Vereinen Unsicherheit breit. Dabei werden Stimmen nach öffentlicher Unterstützung laut.

Per Mail sharen

Seit Montagabend ist klar: In der 3. Liga wird bis mindestens Ende April nicht mehr gespielt. Ansonsten ist vieles offen. Die Profis der bayerischen Teams wurden weitgehend nach Hause geschickt, wo sie sich mit individuellen Trainingsplänen fit halten sollen. Währenddessen beraten die Vereinsverantwortlichen über die finanziell einschneidenden Folgen der fast zweimonatigen, fußballfreien Zeit. Würzburg-Boss Daniel Sauer begrüßte diese Entscheidung, so habe man zumindest über die Länge der Mindestpause Klarheit. Wie es mit dem Team mittelfristig weitergeht, das ist noch unklar. "Für uns, auch als Trainerteam, ist dies eine vollkommen neue und noch nie da gewesene Situation. Ich kann Ihnen aktuell nicht sagen, wie, wann und mit welchem Umfang der Trainingsbetrieb weitergehen wird", sagte Kickers-Trainer Michael Schiele.

Forderung nach Unterstützung

Sauer lobte die "klare Botschaft" des Deutschen Fußball-Bundes, kriselnden Vereinen finanzielle Überbrückungshilfen in Aussicht zu stellen. "Dieser Solidaritätsgedanke ist und muss für uns alle Drittligisten unantastbar sein", stellte der Vorstandschef der Würzburger Kickers klar. Er erwartet, dass die Liga als "starke Einheit auftritt und kein Verein ausschert". Nur so sei es gesichert, dass das Gemeinwohl und die Gesellschaft im Vordergrund stehen.

Auch FC Ingolstadt lenkt ein

In Ingolstadt trainiert mittlerweile niemand mehr auf dem Klubgelände. "Wir erwarten die Jungs am 30. März zurück am Audi Sportpark", hieß es vom FCI am Dienstag. Die Oberbayern hatten zuletzt noch dafür plädiert, den Spielbetrieb ohne Zuschauer fortzusetzen. Sportdirektor Michael Henke räumte nach der Manager-Tagung am Montag aber ein: "Es waren intensive Debatten und Diskussionen mit guten und produktiven Beiträgen von allen Seiten. Wir sind froh, am Ende der Sitzung einen gemeinsam Tenor gefunden und eine gewisse Planbarkeit der nächsten Wochen zu haben".

Trainingspause beim Aufstiegsaspirant Unterhaching

Die SpVgg Unterhaching hat als Tabellendritter gute Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im Sinne des Schutzes vor Infektionen mit Sars-CoV-2 schickte auch der Verein aus dem Münchner Vorort seine Profis heim. "In dieser Woche findet kein Training statt. Für die kommende Woche wird es zeitnah eine neue Bewertung geben", hieß es.

TSV 1860 München: "Gefährliche" finanzielle Schieflage

Auch der TSV 1860 München setzt den Trainingsbetrieb seiner Mannschaft bis auf Weiteres aus. Der Geschäftsführer der Löwen, Günther Gorenzel, hofft, dass der Spielbetrieb im Mai wieder regulär aufgenommen werden kann. "Wir arbeiten parallel mit hoher Intensität an Maßnahmen, damit die wirtschaftlichen Schäden für den TSV 1860 München keinen existenzbedrohenden Umfang annehmen", ergänzte Finanz-Geschäftsführer Michael Scharold in einer Mitteilung.

"Die sich nahezu stündlich veränderte Situation bringt sicherlich viele Vereine der ersten drei Ligen in eine gefährliche Schieflage. Insbesondere für die Vereine der 3. Liga, die sicherlich keine Liga der Millionäre ist und in der bereits das Überleben im Normalbetrieb eine Herausforderung ist, gilt es alle möglichen Schritte und Maßnahmen, die zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen können, zu prüfen", erläuterte Scharold.