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RB Leipzig gegen den FC Bayern: Wer holt den DFB-Pokal? | BR24

© BR Sport/ Jakob Rüger

Rekordsieger gegen Emporkömmling: Mit RB Leipzig und dem FC Bayern München stehen sich im Finale des DFB-Pokals die formstärksten Teams der vergangenen Monate gegenüber. Beim wem liegt die Favoritenrolle?

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RB Leipzig gegen den FC Bayern: Wer holt den DFB-Pokal?

Rekordsieger gegen Emporkömmling: Mit RB Leipzig und dem FC Bayern München stehen sich im Finale des DFB-Pokals die formstärksten Teams der vergangenen Monate gegenüber. Beim wem liegt die Favoritenrolle?

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Die Pflichtspielbilanz spricht ganz klar für den FC Bayern: Von sieben Begegnungen gegen RB Leipzig verloren die Bayern nur eine. Im Bundesligaduell vor zwei Wochen (0:0) zeigten die Sachsen schon, dass sie phasenweise auf Augenhöhe agieren können, auch wenn Leipzig-Trainer Ralf Rangnick Luft nach oben sah: "Wir waren im Bundesligaspiel gut, aber nicht sehr gut."

Das bislang einzige Pokal-Duell verlief dramatisch. Vielen ist der Handy-Platzsturm des damaligen RB-Sportdirektors und heutigen Trainers der Leipziger in Erinnerung. Rangnick wollte seinen eigenen "Videobeweis" einführen und war unmittelbar nach dem Pausenpfiff mit seinem Smartphone auf den Platz gestürmt, um dem Schiedsrichtergespann eine höchst umstrittene Szene noch einmal zu zeigen. Referee Felix Zwayer hatte zuvor einen Elfmeter für Leipzig wieder zurückgenommen. Am Ende gewann der FCB das Zweitrundenspiel im Elfmeterschießen.

Die Trainer

Für Ralf Rangnick ist es das letzte Spiel als RB-Trainer. Nächste Saison übernimmt Julian Nagelsmann den Verein, Rangnick wird wieder Sportdirektor.

Für Kovac könnte es auch das letzte Spiel werden. Egal, wie die Partie ausgeht: Gerüchte halten sich hartnäckig, dass der Kroate auch im Fall des Doublegewinns seinen Platz beim FC Bayern räumen muss. Auch nach dem Meistertitel fehlt ein klares Bekenntnis der Vereinsbosse zu Kovac, dessen Pokalbilanz sich sehen lassen kann: Zum dritten Mal hintereinander steht der 47-Jährige im Pokalfinale. Im vergangenen Jahr siegte er mit Eintracht Frankfurt gegen den FCB mit 3:1. Die ständige Trainer-Diskussion sorgt für Unruhe bei den Bayern. Das führt zum Druck - in diesem Punkt liegt der Vorteil bei den Leipzigern.

© picture-alliance/dpa

Ralf Rangnick und Niko Kovac

Der Weg nach Berlin

Der FC Bayern hatte es im Pokal mit vermeintlich leichten Gegnern zu tun. Doch der Rekordpokalsieger tat sich sehr schwer. Bei den Viertligisten SV Drochtersen/Assel (1:0) und SV Rödinghausen (2:1) gewannen sie nur knapp. Im Viertelfinale gegen Zweitligist FC Heidenheim drohte den Münchnern das Aus - am Ende konnten sie sich doch noch mit 5:4 durchsetzen. In der Vorschlussrunde bei Werder Bremen (3:2) benötigten sie einen äußerst schmeichelhaften Elfmeter zum Weiterkommen. Für die verwöhnten Bayern war der Weg ins Finale diesmal alles andere als ein Spaziergang.

Leipzig schlug auf dem Weg ins Endspiel mit Hoffenheim (2:0), Wolfsburg (1:0) und Augsburg (2:1 n.V.) drei Bundesligisten, hatte im Halbfinale bei Zweitligist Hamburger SV aber vergleichsweise leichtes Spiel (3:1). Im Viertelfinale hatte RB gegen den FC Augsburg seine Schwierigkeiten. Erst in der Verlängerung brachte ein Handelfmeter die Entscheidung zugunsten der Sachsen. Souverän ist also keine der beiden Mannschaften ins Finale gezogen.

Besonderes Augenmerk auf Timo Werner

Besonders ein Leipzig-Spieler steht unter Beobachtung: Timo Werner. Der 23-Jährige wird bei den Bayern weiter als Neuzugang gehandelt, obwohl seine Chancen im Falle einer Verpflichtung des Nationalmannschaftskollegen Leroy Sané sinken dürften. Rangnick glaubt, dass sich die Bayern bei Werner noch nicht ganz sicher sind, sonst "hätten sie sich schon offiziell bei uns mit einer Anfrage gemeldet", sagte er.

Bei den Bayern steht Jérôme Boateng im Fokus - und das, obwohl er aller Voraussicht nach gar nicht spielen wird. Eigentlich ist der Aufenthalt in der Heimatstadt ist für den Ex-Nationalspieler immer etwas Schönes. Ein Fußballspiel in Berlin erst recht. Aber die Dienstreise mit dem FC Bayern zum Pokalfinale gegen RB Leipzig ist für den 30-Jährigen eher ein Ausflug ins Ungewisse, vom Hauch eines vermutlich leisen Abschieds umweht. Der Ex-Weltmeister ist in München in dieser Saison immer mehr ins Abseits geraten. Auch im letzten Spiel der Saison dürfte Trainer Niko Kovac ihm einen Bankplatz zuweisen. Erste Wahl im Abwehrzentrum sind Niklas Süle (41 Saisonspiele) und Mats Hummels (32), was bei Boateng (nur 28 Einsätze) Frust erzeugt.