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Rassismusaffäre: Wortwahl von Tönnies "völlig verfehlt" | BR24

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Noch hat sich die DFB-Ethikkommission zu keinem Ergebnis im Fall Clemens Tönnies durchringen können. Nikolaus Schneider, einst Ratsvorsitzender der EKD, ist Chef der Ethikkommission. Er hält die Wortwahl von Tönnies für "völlig verfehlt".

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Rassismusaffäre: Wortwahl von Tönnies "völlig verfehlt"

Noch hat sich die DFB-Ethikkommission zu keinem Ergebnis im Fall Clemens Tönnies durchringen können. Nikolaus Schneider, einst Ratsvorsitzender der EKD, ist Chef der Ethikkommission. Er hält die Wortwahl von Tönnies für "völlig verfehlt".

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Der Vorsitzende der DFB-Ethikkomission, Nikolaus Schneider, rechnet mit einem baldigen Beschluss zum Fall Tönnies, das sagte er im Interview mit der Bayern 2-radioWelt:

Das dauert jetzt nicht noch Monate. Sondern ich hoffe, dass das ein Prozess ist, der in Wochen abgeschlossen ist. Und ich persönlich hoffe, dass wir spätestens in 14 Tagen fertig sind.

Bei der gestrigen Sitzung der Ethikkommission habe man ein ausführliches Telefonat mit dem Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden geführt. "Das war sehr klar, sehr offen und sehr deutlich", so Schneider:

Wir haben die Probleme so angesprochen, wie sie anzusprechen sind. Wir haben ihn mit dem Rassismusvorwurf konfrontiert und auch seine völlig verfehlte Wortwahl sehr deutlich angesprochen.

Bei diesem Telefonat habe Tönnies der Kommission "noch einige Informationen gegeben, die wir vorher so nicht kannten, die bisher auch so in der Presse nicht rumgegangen sind. Und wir müssen jetzt an dieser Stelle noch einiges nacharbeiten." Nun benötige man noch "Hintergrundinformationen, um uns dann unserer Urteilsbildung auch wirklich sicherer zu werden."

Die Ethikkommission macht keine Deals. Das ist für uns wirklich ein offener Prozess mit einer unabhängigen Meinungsbildung.

Zudem hat die Kommission nach Angaben ihres Vorsitzenden auch mit dem ehemaligen Schalker Spieler Gerald Asamoah telefoniert, "sehr bewusst mit einem Menschen, der ja betroffen war von dieser Äußerung von Herrn Tönnies".