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Rani Khedira zu Besuch im Blickpunkt Sport-Studio
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Rani Khedira zu Besuch im Blickpunkt Sport-Studio

Nicht wenige sehen in Rani Khedira sogar einmal den logischen Nachfolger von Spielmacher Daniel Baier. "Vom Typ her definitiv", sagt Trainer Manuel Baum und ergänzt: "Der Rani entwickelt sich in eine Führungsrolle". Allerdings sind beide nicht vergleichbar – weder von der Rolle noch vom Typ her.

Körperbetonter "Superlibero"

Khedira ist robuster und spielt deutlich körperbetont. Auf jeden Fall ist er aber beim FC Augsburg gesetzt. Der 24-Jährige spielt dabei eine Art Libero – allerdings komplett neu interpretiert. Er tritt völlig flexibel auf. "Der Trainer hat mich da ein gutes Stück neu erfunden", sagt er. "Ich spiele aktuell zwar auch zwischen den Innenverteidigern, aber auch mal auf der Sechs oder auf der Zehn. Von dem her ist es glaub ich ganz gut, dass ich mehrere Positionen begleiten kann."

Kein Wunder, dass sich Khedira als Stammkraft bei den Schwaben so richtig wohl fühlt. Begonnen hatte er seine Karriere beim VfB Stuttgart mit 19 Jahren. Danach wechselte er nach Leipzig, dort wurde er erstmals Leistungsträger und Aufstiegsheld. Am Ende landete er dort trotzdem auf dem Abstellgleis. Den Fuggerstädtern kam das jedoch durchaus gelegen, Khedira kam ablösefrei. Und hier schlug er voll ein. Mit 24 ist er wieder ein Anführer auf dem Platz und aktiv als Mannschaftsrat hinter den Kulissen.

Fußballverrückte Familie Kedira

In Stuttgart geboren, wuchs er zusammen mit seinen Brüdern Sami und Denny in einer fußballverrückten Familie auf. "Der Fußball stand immer im Vordergrund, dass ist von uns Dreien die größte Leidenschaft", erzählt Rani. Sami wurde im Jahr 2014 Weltmeister und spielt heute bei Juventus Turin. Denny hat seine Fußballschuhe zwar an den Nagel gehängt, ist jedoch ins Sportmanagergeschäft gewechselt.