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Rani Khedira

Große Reden zu schwingen, ist seine Sache nicht. Rani Khedira ist beim FCA Arbeiter, "fleißiges Lieschen", Leistungsträger. Selbstdarstellung gehört nicht zu seinen hervorstechenden Merkmalen. Mit seiner sachlichen, ruhigen Art gehört er aber zu den wichtigsten Säulen im Konzept von Trainer Manuel Baum, der vielseitige, flexible Spieler schätzt. Am Samstag trifft er mit dem FCA auf seinen Ex-Klub RB Leipzig.

Es wird ein besonderes Spiel für Khedira. Denn erst nach seiner Leipziger Zeit startete er im Oberhaus richtig durch. Schon im ersten Jahr nach seinem ablösefreien Wechsel im Sommer 2017 zeigte der 24-Jährige, wie wichtig er für den FCA sein kann. Er etablierte sich schnell als Stammkraft und kam auf 30 Bundesligaspiele. In der neuen Saison ist er nicht nur Leistungsträger auf dem Platz, der bisher alle Partien von Beginn an bestritten hat. Er ist nun auch außerhalb einer, der Verantwortung übernimmt. Baum beförderte Khedira, der bis 2021 an den FCA gebunden ist, zu Beginn dieser Spielzeit in den Mannschaftsrat.

Rani Khedira in seinem Element - als Zweikämpfer im defensiven Mittelfeld.

Rani Khedira in seinem Element - als Zweikämpfer im defensiven Mittelfeld.

Nicht spektakulär, dafür immer mit vollem Einsatz

Was ihn so unentbehrlich macht? Khedira ist flexibel einsetzbar und gibt immer alles, egal ob er in der Viererkette oder auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt. Was er tut, ist nicht spektakulär. Aber es hilft der Mannschaft: Räume eng machen, Passwege zustellen, pressen. Dass er in seinen bisher 56 Bundesligaspielen erst einen Treffer erzielte, passt ins Bild. Khedira ist der Mann fürs Grobe, einer, der seine Mitspieler besser aussehen lässt, für die undankbaren Aufgaben eben. Für Tore und Spektakel sind andere zuständig.

Wie sein viel prominenterer Bruder Sami entstammt Rani Khedira der Talentschmiede des VfB Stuttgart, wo er seine ersten Profierfahrungen in der 3. Liga sammelte. Im Sommer 2014 wechselte er dann zu RB Leipzig. Dort konnte er sich erst in der 2. Bundesliga und später in der Bundesliga weiterentwickeln. In der Hoffnung auf mehr Spielzeit folgte dann der Wechsel nach Augsburg. Die richtige Entscheidung. Momentan ist Khedira aus der Augsburger Elf nicht wegzudenken. Sein Potenzial hat er dabei noch nicht mal ausgeschöpft.