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Radsport-Drama: Olympiasiegerin Vogel querschnittsgelähmt | BR24

© picture-alliance/dpa

Kristina Vogel mit der olympischen Goldmedaille 2016

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    Radsport-Drama: Olympiasiegerin Vogel querschnittsgelähmt

    Die zweifache Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel sitzt im Rollstuhl: Die 27-Jährige hatte Ende Juni einen schweren Trainingsunfall, in einem Interview erklärte sie jetzt, dass sie sich eine Querschnittslähmung zugezogen habe.

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    "Egal, wie man es verpackt, ich kann nicht mehr laufen. Und das lässt sich nicht mehr ändern", wird Vogel in einem Interview des Nachrichtenmagazins Spiegel zitiert. "Aber was soll ich machen? Ich bin der Meinung, je schneller man eine neue Situation akzeptiert, desto besser kommt man damit klar", sagte die elffache Weltmeisterin. Laut Spiegel ist ihr Rückenmark am siebten Brustwirbel durchtrennt.

    Verletzung auf Betonbahn in Cottbus

    Die Wahl-Erfurterin war am 26. Juni beim Training auf einer Betonbahn in Cottbus bei voller Geschwindigkeit von rund 60 Stundenkilometern mit einem jungen niederländischen Fahrer kollidiert. Vogel wurde im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn behandelt und konnte erst nach etwa einem Monat die Intensivstation verlassen. Danach gab es praktisch keine Nachrichten mehr von Vogel. "Ich wollte nicht, dass man mich so verletzt sieht", erklärte Vogel im Interview.

    Vogel ist neben der Australierin Anna Meares die erfolgreichste Sportlerin der Bahnradsport-Geschichte und war in den vergangenen Jahren die Vorzeigefahrerin im deutschen Team. Sie gewann Olympiagold im Sprint (2016) und Teamsprint (2012), Bronze im Teamsprint (2016), elf Weltmeistertitel von 2012 bis 2018 und 23 deutsche Meistertitel.