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Isabell Herttrich, mehrmalige deutsche Meisterin im Badminton aus Hersbruck bei Nürnberg, will auf die Olympiabühne in Tokio. Aber wegen der Corona-Pandemie geht es bei den Qualifikations-Wettkämpfen drunter und drüber.

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Quali-Chaos: Isabel Herttrich bangt um Olympiateilnahme

Am 23. Juli beginnen die Olympischen Sommerspiele. Doch in vielen Sportarten ist die Qualifikation für Tokio noch gar nicht abgeschlossen. Zum Teil herrschen chaotische Zustände. Betroffen ist auch Badmintonspielerin Isabel Herttrich aus Hersbruck.

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Von
  • Sebastian Krause
  • BR24 Sport
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Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich bei der Badminton-EM in der Ukraine

Obwohl die Zeit drängt, sind in etwa zwei Drittel der Sportarten die Qualifikationswettkämpfe immer noch nicht abgeschlossen. Das bedeutet auch für deutsche Athletinnen und Athleten bis kurz vor Beginn der olympischen Spiele Stress, Reisestrapazen und auch mentale Belastung.

Betroffen ist auch Isabel Herttrich aus Hersbruck bei Nürnberg. Die Badmintonspielerin hat im Mixed-Doppel mit ihrem Partner Mark Lamsfuß gute Chancen, sich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Es wäre ihr großer Traum. Doch die Badminton-Mannschaft musste die Europameisterschaft in Ukraine nach einem positiven Corona-Fall abbrechen. Beide mussten sofort in Quarantäne. Plötzlich droht das unfreiwillige Olympia-Aus.

Happy End oder Olympia-Aus: Zwei Monate vor Olympia ist nichts klar

"Frühstück und auch die weiteren Essen wurden vor die Zimmertür gestellt. Unser Team hat sich ganz gut um uns gekümmert", erzählt Herttrich, die nach drei Tagen und einem negativen Test das Hotel verlassen und zurück nach Deutschland fliegen durfte. Anders Mark Lamsfuß: Er musste bleiben und saß bis vor wenigen Tagen in dem Hotel in Kiew fest.

Inzwischen geht es Lamsfuß besser. Ob die Beiden in Tokio dabei sein können, ist aber immer noch nicht sicher: Ein Qualifikationsturnier in Malaysia wurde wegen der Pandemie abgesagt, und auch ein Turnier in Singapur droht auszufallen. Kommt das so, wären die beiden aufgrund ihrer Vorleistungen bei den Spielen dabei. Und das Chaos bei der Olympia-Qualifikation hätte für sie doch noch ein Happy End parat. Aber auch nur dann.

Boxen, Judo, Basketball: Es darf nichts mehr dazwischenkommen

Anderes Beispiel? Boxerin Nadine Apetz wartet seit über einem Jahr auf einen einzigen Kampf, der entscheidet, ob sie in Tokio dabei ist oder nicht. Ihr Qualifikations-Turnier wurde wegen des ersten Lockdowns im März 2020 plötzlich abgebrochen. Danach gab es mehrere Verschiebungen. Im Juni soll der Kampf jetzt endlich stattfinden.

Die deutschen Basketballer müssen bis zu ihrem Qualifikations-Turnier in Kroatien sogar noch bis Ende Juni warten. Und auch im Judo darf nichts mehr dazwischenkommen. Dort sollte die Nominierung eigentlich Anfang April schon durch sein. Nächster Versuch in ein paar Wochen.

Fix qualifiziert sind dagegen unter unterem die deutschen Hockey-Teams, die Tischtennisspieler und die deutschen Männer Fußballer. Die hatten sich alle schon 2019, also noch vor der Pandemie, die Teilnahme an den Olympischen Spielen gesichert.