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Pulverturm brennt: Straubing mischt Eishockey-Liga auf | BR24

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Fans bei den Straubing Tigers

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Pulverturm brennt: Straubing mischt Eishockey-Liga auf

Das Eisstadion am Pulverturm brennt - und zwar in Straubing immer dann, wenn die Tigers gut spielen. Zurzeit sprühen regelmäßig die Funken: Die Eishockey-Profis der niederbayerischen Stadt stehen in der DEL auf dem zweiten Tabellenplatz.

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Zur Tabellenführung hat es am Dienstagabend nur ganz knapp nicht gereicht. Nach einer 2:0-Führung verloren die Straubinger noch in der Verlängerung gegen Spitzenreiter München – unnötige Strafen und kleine Fehler in der Defensive kosteten den Sieg. Aber auch so ist die Saison bislang ein voller Erfolg.

Straubing als Überraschungsteam

Im Sommer hatte die Straubinger wohl kaum einer auf dem Zettel. Da wurden sie noch belächelt, weil sie Spieler holten, die erst jetzt in Niederbayern aufblühen. Nun mischen die Tigers die Liga auf – und locken Eishockey-Fans aus der ganzen Region in die 47.000-Einwohner-Stadt. Staus und volle Parkplätze rund um das Stadion inklusive.

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Zur Tabellenführung hat es am Dienstagabend ganz knapp nicht gereicht. Nach einer 2:0-Führung verloren die Straubinger noch in der Verlängerung gegen Spitzenreiter München.

Feste Größe in der DEL

Mit ihrem Sprung in die DEL im Jahr 2006 haben die Tigers ihren Status als feste Sport-Größe untermauert. Die Straubinger feierten ihre "Eishackler" damals wie Helden. Das Stadion musste erstligatauglich gemacht werden. Klein und kalt ist es bis heute geblieben – ein Stadion mit Retro-Charme, das zurzeit erneut umgebaut und modernisiert wird. Neben Trikots gehören für Straubinger Eishockey-Fans lange Unterhosen und dicke Socken zur Grundausstattung.

Viel möglich in dieser Saison

Trotz geringem Etat sorgen die Tigers in der DEL immer wieder für Aufsehen, etwa durch den Einzug in die Pre-Playoffs in der vergangenen Saison. Diese Saison ist weitaus mehr möglich. "Wir spielen eine hervorragende Saison, wir müssen schlau bleiben, dann ist alles möglich", sagt Kapitän Sandro Schönberger.

Viel Zündstoff

Die gegnerischen Trainer erkennen die Niederbayern längst als gewachsenen Verein an. "Das war ein sehr heißes Spiel", bilanziert Red-Bull-Coach Don Jackson am Dienstag. Das nächste Heimspiel der Straubing Tigers gegen die Eisbären Berlin am zweiten Weihnachtsfeiertag verspricht wieder viel Zündstoff.