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Publikumsliebling Claudio Pizarro sagt Servus | BR24

© picture-alliance/dpa

Claudio Pizarro wird von seinen Bremer Mitspielern nach dem Klassenerhalt gefeiert

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    Publikumsliebling Claudio Pizarro sagt Servus

    Er ist einer der wenigen Fußballspieler, die es geschafft haben, sich in die Fan-Herzen zweier rivalisierender Vereine zu spielen: Werder Bremens Claudio Pizarro, lange Jahre beim FC Bayern unter Vertrag, hat seine aktive Fußballkarriere beendet.

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    Er zählt zu den besten Stürmern der Bundesliga, hat alles gewonnen. Neben Titeln auch die Herzen der Fans. Pizarro ist eben Pizarro. Fast immer gut gelaunt, für jeden Spaß zu haben. Der Peruaner avancierte schnell sowohl in Bremen als auch bei Bayern München zum Publikumsliebling.

    Und der mittlerweile 41-Jährige fühlte sich in den beiden so unterschiedlichen Klubs pudelwohl. Gleich viermal wechselte er hin und her. "Ich war immer einer, der sich sehr damit identifiziert hat, wo er war. Und ich bin sehr dankbar, dass man in Bremen und München so nett zu mir war. Das wollte ich zurückgeben", erklärte der älteste Torschütze der Bundesliga-Geschichte unlängst.

    Viermal Werder, zweimal FC Bayern

    Der SV Werder war zwischen 1999 und 2001 seine erste Station in der Bundesliga. Mit 29 Treffern in 56 Partien empfahl er sich für den FC Bayern. Dort kam der Peruaner zwischen 2001 und 2007 in 174 Einsätzen auf 91 Treffer - eine starke Quote. Nach einem "Abstecher" zum FC Chelsea in die englische Premier League heuerte er 2008 erst per Leihe und dann 2009 auch wieder ganz zum zweiten Mal an der Weser an und sorgte dort weiter für Top-Torquoten.

    Zwischen 2012 und 2015 schlüpfte er dann zum zweiten Mal ins Bayerntrikot. Der Stürmer war als Joker brandgefährlich, hatte aber nie den Anspruch auf einen festen Stammplatz und war doch in der Lage, auch einmal über 90 Minuten zu spielen. Er war der ideale Backup für die namhaften Stürmer.

    2015 bis 2017 wieder Bremen, gefolgt von einer glücklosen Spielzeit beim 1. FC Köln waren die nächsten Stationen, ehe es Pizarro 2018 ein viertes Mal zum SV Werder verschlug. Dort beendet er nun seine einzigartige Karriere - ohne in seinem letzten Pflichtspiel noch einmal auf dem Platz zu stehen.

    Letztes Spiel auf der Bank

    Im Relegations-Rückspiel in Heidenheim ließ Trainer Florian Kohfeldt Pizarro auf der Bank. "Ich habe mich bei Claudio entschuldigt, dass ich ihn in seinem letzten Spiel nicht bringen konnte", sagte der Coach, der Pizarro noch einmal würdigte: "Ich kann meinen Hut nicht mehr ziehen und mich nicht tiefer verbeugen vor Claudio Pizarro."

    Triple-Sieger mit dem FC Bayern

    Sechs deutsche Meisterschaften, sechs Pokalsiege und als Krönung 2013 mit Bayern München die Champions League - Pizarro, der auch 85-mal für die peruanische Nationalmannschaft spielte, blickt auf eine Karriere zurück, die ihm nur wenige zugetraut hätten, als ihn der damalige Bremer Geschäftsführer Jürgen L. Born 1999 für damals 1,6 Millionen Mark von Alianza Lima an die Weser holte. Für den FC Bayern erzielte er 87 Tore, für Werder Bremen traf er 109 Tore Mal und ist damit Bremens Rekordtorschütze.

    In der ewigen Bundesliga-Torschützenliste belegt Pizarro mit 197 Treffern Rang sechs. Lediglich Gerd Müller (365), Klaus Fischer (268), Robert Lewandowski (236), Jupp Heynckes (220) und Manfred Burgsmüller (213) waren noch treffsicherer.

    Rückkehr an die Isar

    Noch heute lebt seine Familie an der Isar, nach dem Ende seiner Karriere soll München der Mittelpunkt der Pizarros werden. Eine Rolle als Markenbotschafter der Bayern ist sehr wahrscheinlich.

    "Ich habe schon einmal von den Leuten des FC Bayern gehört, dass sie gerne wollen, dass ich dort etwas mache. Ich habe auch gesagt, dass das für mich sehr interessant ist." Claudio Pizarro

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