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Prof. Dr. Lange: "Geisterspiele falsches Zeichen für Fans" | BR24

© BR/Nils Hahn

Prof. Dr. Harald Lange, Inhaber des Lehrstuhls für Sportwissenschaft an der Universität Würzburg, erforscht seit vielen Jahren alles rund um den Fußballkult und seine Fans.

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Prof. Dr. Lange: "Geisterspiele falsches Zeichen für Fans"

Prof. Dr. Harald Lange vom Lehrstuhl für Sportwissenschaft an der Uni Würzburg plädiert für das Bundesliga-Aus: "Das gesellschaftliche Stimmungsbild unterstützt die DFL-Pläne in keiner Weise!"

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzen sich stark für die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ein. DFL-Boss Christian Seifert stellte in einer Pressekonferenz das geplante Konzept vor, das zahlreiche Maßnahmen hinsichtlich Hygiene und Sicherheit beinhaltet. Der 50-Jährige betonte aber gleichzeitig, dass es nun in der politischen Hand liegt, zu entscheiden, ob, wann und wie es mit dem Profifußball weitergeht.

Körperbetontes Sporttreiben nur ganz schwer zu vermitteln

Prof. Dr. Harald Lange, der Inhaber des Lehrstuhls für Sportwissenschaft an der Universität Würzburg, weiß, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs sehr umstritten ist. Er ist ist der Meinung, dass man mit der Veranstaltung von Bundesliga-Spielen ohne Zuschauern ein komplett falschen Zeichen setzen würde. Es sei der Gesellschaft nicht zu erklären, wieso im Stadion "im Zweikampf körperbetontes Sporttreiben möglich wäre, während unsere Kinder ihre Freunde nicht treffen dürfen. Das ist nur ganz schwer zu vermitteln."

"Es ist einfach absurd, wenn Prinzipien, die jeder Unternehmer, jeder Gastwirt, jeder Geschäftsinhaber extrem konsequent befolgen muss - in Teilbereichen einfach außer Kraft gesetzt werden. Dann fehlt natürlich in der Gesellschaft die Akzeptanz. Diese Sonderrolle stellt man nicht mal unserem Lieblingskind dem Profifußball zu." Prof. Dr. Harald Lange