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Pokalstreit: Schweinfurt 05 wehrt sich gegen Türkgücü-Vorwürfe | BR24

© picture-alliance/dpa

Schweinfurts Geschäftsführer Markus Wolf

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    Pokalstreit: Schweinfurt 05 wehrt sich gegen Türkgücü-Vorwürfe

    Fußball-Regionalligist FC Schweinfurt 05 hat im Pokalstreit mit Türkgücü München den Schwarzen Peter an den Münchner Klub weitergereicht. Der Drittligist hatte per einstweiliger Verfügung das Pokalspiel der Unterfranken gegen Schalke 04 verhindert.

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    "Die vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) getroffenen Regelungen zur sportlichen Wertung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison wurden niemals von unserer Seite, sondern lediglich von Türkgücü München angezweifelt" stellte Schweinfurts Geschäftsführer Markus Wolf in einer auf der Vereins-Homepage veröffentlichten Stellungnahme klar. Auch sei der Viertligist nicht wie behauptet gerichtlich gegen die Meldung von Türkgücü als Aufsteiger in die 3. Liga vorgegangen: "Anders als von Türkgücü immer wieder und bis heute behauptet, haben wir nie eine Klage eingereicht, weder bei der DFB-Sportgerichtsbarkeit, noch bei einem ordentlichen Gericht."

    Koch: Türkgücü hat sich nicht an Vereinbarung gehalten

    Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny hatte die Klage, die in der einstweiligen Verfügung und letztlich in der Absage des DFB-Pokalspiels mündete, u.a. damit begründet, dass Schweinfurt den Aufstieg seines Klubs nicht akzeptiere und dagegen klage. Aus Sicht der Münchner sei Türkgücü der rechtmäßige Teilnehmer am DFB-Pokal, weil man bei Abbruch der Saison in der Regionalliga Bayern Tabellenführer gewesen sei, und der Tabellenführer neben dem bayerischen Pokalsieger (TSV 1860 München) für die erste Hauptrunde gemeldet werden sollte.

    BFV-Präsident Rainer Koch sieht die Sache dagegen so: Nach der Meldung Türkgücüs als Aufsteiger sei Schweinfurt Tabellenerster der Regionalliga Bayern und damit rechtmäßiger Pokalteilnehmer. Dies sei so mit beiden Klubs auch abgesprochen gewesen. In "Blickpunkt Sport" sagte er: "Zwar habe auch Schweinfurt den Aufstieg von Türkgücü München attackiert und den Verein damit provoziert, "dennoch haben sie sich bis zum Ende an die Vereinbarung gehalten und nicht geklagt."

    Berufungsverhandlung am 28. September

    Die Schweinfurter wollen nun die nächste Instanz abwarten und hoffen weiter darauf, die Pokalpartie gegen den FC Schalke 04 austragen zu dürfen. Der Widerspruch des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) gegen das Urteil der 37. Zivilkammer des Münchner Landgerichts vom 11. September wird am 28. September, ebenfalls vor dem Münchner Landgericht, verhandelt.

    Wolf: "Der Fußball ist der Leidtragende"

    Markus Wolf sieht wie Koch den Fußball als großen Verlierer des Streits: "Wir wollen keinen weiteren Imageschaden für den Fußball, denn dieser ist gerade der Leidtragende. Leider mussten wir den Eindruck gewinnen, dass die Vereinsführung von Türkgücü München die jetzt auf diese Art erreichte Aufmerksamkeit ganz bewusst in Kauf genommen hat. Damit wurde in einer ohnehin schwierigen Zeit zweifelsfrei ein Imageschaden aller Beteiligten hervorgerufen, der nur schwerlich reparabel ist."