BR24 Logo
BR24 Logo
Sport

Philipp Pentke - der "Löwenschreck" will den FC Bayern ärgern | BR24

© BR

1899-Hoffenheim-Torwart Philipp Pentke spielt erstmals seit 2017 wieder in der Münchner Allianz Arena. Damals erlebte er dort mit seinem Ex-Klub Jahn Regensburg ein denkwürdiges Duell mit dem TSV 1860 München.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Philipp Pentke - der "Löwenschreck" will den FC Bayern ärgern

Philipp Pentke, Ex-Torwart beim TSV 1860 und Jahn Regensburg, feierte mit 34 Jahren sein Bundesliga-Debüt bei 1899 Hoffenheim. Im DFB-Pokal kehrt er gegen die Bayern in die Münchner Arena zurück, wo er einst ein denkwürdiges Relegationsspiel erlebte.

Per Mail sharen
Teilen

"Das war schon ein bisschen crazy", sagte Philipp Pentke nach der Partie. Es war der 30. Mai 2017. Pentke, damals Stammtorwart beim SSV Jahn Regensburg, war mit seinem Klub zu Gast in der Münchner Allianz Arena. Gegner: der TSV 1860 München. Grund des Gastspiels: Relegation zwischen der 2. Fußball-Bundesliga und der 3. Liga.

2:0 führte Regensburg schon seit der ersten Halbzeit. Mit diesem Ergebnis wären der Abstieg des TSV 1860 München und der Regensburger Aufstieg besiegelt. Zuviel für die eigentlich leiderprobten Löwen-Fans. Ab Minute 82 flog so ziemlich alles aus der Löwenkurve auf den Platz, was den Fans in die Hände kam: Sitzschalen, Metallstangen, Becher und mehr.

Fans wollten das Spielfeld stürmen, die Polizei positionierte sich vor der Kurve. Selbst der damalige Löwen-Trainer Daniel Bierfoka wurde beworfen, als er in der Kurve die Fans beruhigen wollte. Nach 14 Minuten Zwangspause pfiff Schiedsrichter Daniel Siewert wieder an, Sitze und Stangen flogen aber weiter - in den Strafraum von Jahn-Keeper Philipp Pentke, der die Schlussminuten vor der Löwenkurve zum Glück unverletzt überstand. 1860 stieg ab, Regensburg auf.

© picture-alliance/dpa

Polizei vor dem Löwenfanblock beim Relegationsspiel 1860 - Regensburg 2017

Pentke, der ehemalige 1860-Torwart

"Man kann den Frust ein bisschen verstehen, aber dass es so ausartet ...", wunderte sich Pentke nach dem Spiel damals. Zwischen 2004 und 2007 spielte der gebürtige Sachse selbst für den TSV 1860 München. So brisant hätte er sich das Rendezvous mit dem "Ex" dann aber doch nicht vorgestellt.

Zurück in die Gegenwart: Pentke verließ den SSV Jahn Regensburg 2019 nach vier Jahren und 130 Spielen zu 1899 Hoffenheim. "Die Entscheidung ist mir absolut nicht leicht gefallen, weil hier beim Jahn in den vergangenen Jahren etwas Großartiges entstanden ist", sagte Pentke zum Abschied. Er wolle jedoch "einen neuen Grundstein für meine private Zukunft legen."

Bundesligadebüt mit 34 Jahren

Dafür nahm es Pentke in Kauf, nur noch die Nummer zwei zu sein. Hoffenheim-Stammkeeper Oliver Baumann blieb gesetzt. Doch zur Rückrunde der aktuellen Bundesligasaison steht Pentke plötzlich im Rampenlicht. Weil Baumann am Meniskus operiert wurde, feierte Pentke Mitte Januar gegen Frankfurt sein Bundesligadebüt - im Alter von 34 Jahren.

Und weil er bei seinen bisherigen Einsätzen sehr gut, zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Leverkusen sogar überragend hielt, könnten bei Pentke durchaus noch weitere Bundesligapartien dazukommen. "Er war absolut unser bester Spieler. Er hat unglaubliche Paraden gezeigt", sagte 1899-Kapitän Benjamin Hübner nach dem Spiel. "Der Gegner hat wieder einen überragenden Torwart gehabt", lobte Leverkusens Kevin Volland.

Unglaublich, überragend - spielt Pentke auch im DFB-Pokal gegen den FC Bayern so, könnte er wie 2017 wieder unglückliche Münchner Fans in der Arena zurücklassen. Nur diesmal in "rot", nicht in "blau".

DFB-Pokal live auf B5 aktuell

BR24 Sport überträgt das DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Bayern München und 1899 Hoffenheim live auf B5 aktuell und im Audio-Livestream. Reporter in der Münchner Allianz Arena sind Edgar Endres und Philipp Eger.