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Pfiffe und vergebene Chancen - DFB-Elf braucht noch Zeit | BR24

© Rundschau

Die deutschen Fußball-Nationalspieler haben die Pfiffe in der Halbzeitpause des Länderspiels gegen Serbien (1:1) mit Verwunderung aufgenommen. Die neue DFB-Elf braucht noch Zeit - so viel ist nach dem Test in Wolfsburg klar.

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Pfiffe und vergebene Chancen - DFB-Elf braucht noch Zeit

Die deutschen Fußball-Nationalspieler haben die Pfiffe in der Halbzeitpause des Länderspiels gegen Serbien (1:1) mit Verwunderung aufgenommen. Die neue DFB-Elf braucht noch Zeit - so viel ist nach dem Test in Wolfsburg klar.

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"Es hilft einem am Ende nicht. Wir wissen, dass die Leute etwas geboten bekommen wollen, und wenn wir es nicht schaffen, bekommen wir Pfiffe", sagte Ilkay Gündogan, "teilweise verständlich, teilweise nicht verständlich. Für mich ist es nicht verständlich, ehrlich gesagt." Auch Joshua Kimmich war "überrascht" von der Reaktion der Fans auf die schwächere erste Halbzeit und den 0:1-Rückstand. "Ich verstehe, dass die Leute langsam ungeduldig werden und Siege sehen wollen", sagte der Profi von Bayern München, "aber es ist ein Umbruch. Das eine oder andere Spiel kann man uns noch geben."

Kimmichs Klubkollege Leon Goretzka empfand die Fan-Reaktion als "unschön" und meinte: "Es liegt an uns, die Pfiffe zum Verstummen zu bringen und wieder für Jubel und Freude zu sorgen."

Mehr Tempo, bessere Chancenauswertung

In der zweiten Halbzeit wurde es dann ja besser. Vorausgegangen war aber eine Halbzeit, die die 26.101 Zuschauer nicht gerade erwärmte. Das sahen auch die Spieler so, die vor allem ihre mangelnde Chancenauswertung anführten. Timo Werner, Marco Reus und Leroy Sané hatten gute Möglichkeiten zuhauf, um die Partie zu gewinnen. Allein: Mehr als der eine Treffer von Goretzka sprang nicht heraus. "Ein Unentschieden gegen Serbien ist für uns zu wenig. In der zweiten Halbzeit haben wir mit mehr Tempo gespielt und viele Torchancen gehabt. Wir wissen, dass wir noch viel zu verbessern haben", sagte etwa BVB-Kapitän Reus.

© picture-alliance/dpa

Bundestrainer Joachim Löw und sein Assistent Marcus Sorg

Löw: "Konsequenz ist ein Thema"

So kritisch wie seine Spieler wollte Joachim Löw nach dem durchwachsenen Jahresauftakt nicht sein. Er konnte dem 1:1 (0:1) auch positive Seiten abgewinnen. "Die Mentalität der Mannschaft, die so noch nicht zusammengespielt hat, war sehr gut. Das war ein deutliches Signal. Die Erfahrungen in der ersten Halbzeit müssen wir machen, aber mit der zweiten Halbzeit bin ich absolut zufrieden", sagte Löw hinterher.

Sein Blick ging dann schon Richtung Prestige-Duell gegen die Niederlande am Sonntag in Amsterdam. Er wolle noch viele Gespräche mit seinen Spielern führen - individuell wie auch im Mannschaftskreis. Ein Thema, das er anschneiden will: Konsequenz. "Konsequenz ist ein Thema. Das war die Erkenntnis schon im letzten Jahr. Konsequentes Agieren im Verteidigen vor dem Tor, zum Beispiel bei der Standardsituation vor dem Tor. Genau das Gleiche betrifft unsere Konsequenz im Abschluss", analysierte Löw.