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Peter Hermann, der berühmte Mann aus der zweiten Reihe | BR24

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Es kommt nicht oft vor, dass ein Co-Trainer im Fußball fast genauso interessant ist wie der Trainer selbst. Bei Peter Hermann ist das aber der Fall.

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Peter Hermann, der berühmte Mann aus der zweiten Reihe

Es kommt nicht oft vor, dass ein Co-Trainer im Fußball fast genauso interessant ist wie der Trainer selbst. Peter Hermann hat sich beim FC Bayern an der Seite von Jupp Heynckes einen Namen gemacht. Jetzt interessiert sich der 1. FC Nürnberg für ihn.

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Mit dem FC Bayern hat der 67-Jährige alles gewonnen. Seit ein paar Wochen ist er beim 1 FC Nürnberg als neuer Sportdirektor im Gespräch. Club Sportvorstand Robert Palikuca hätte ihn gerne als Verstärkung im Team, beide kennen sich aus gemeinsamer Zeit in Düsseldorf. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Süchtig nach Fußball

Erst einmal ist Hermann im Urlaub und grübelt: "Ich muss erst mal in Ruhe alles verdauen und dann kuck‘ ich mal“. Eigentlich sei es ja sein "Lebenstraum, jetzt aufzuhören", sagt er. Allerdings ist ihm selbst auch klar: "Mein Leben ist nur Fußball. Das ist genau wie wenn man raucht. Da ist es auch schwer, aufzuhören".

Ribbeck, Daum, Vogts und das Triple mit Heynckes

Rückblickend kann er bereits jetzt eine große Karriere vorweisen. Als Spieler kickte Hermann von Mitte der 70er bis Mitte der 80 Jahre insgesamt 120 Bundesligaspiele. Einen Namen hat er sich aber erst als Co-Trainer gemacht. Begonnen hatte er in Leverkusen, wo er auch wohnt, als Assistent von Jürgen Gelsdorf. Er arbeitete aber auch unter prominenten Chefs wie Erich Ribbeck, Christoph Daum, Berti Vogts oder Klaus Toppmöller. Sein Highlight folgte im Jahr 2013, als er das Triple mit dem FC Bayern an der Seite von Jupp Heynckes gewann.

© Picture alliance/dpa

Peter Hermann und Jupp Heynckes nach dem Gewinn der Champions League 2013

"Lieber in der zweiten Reihe"

Dabei sucht er keineswegs das Rampenlicht. "Mein Ding ist das auch nicht. Ich bin da lieber in der zweiten Reihe", sagt er und erklärt: "Da kann man jeden Tag genießen und das hab‘ ich auch getan". Wichtig ist ihm sein Familienleben: "Viel getrennt von der Frau ist auf Dauer nicht gut".

Rückkehr zum FC Bayern und der Abschied auf Raten

Als der FC Bayern aber nach der Entlassung von Ancelotti erneut bei Heynckes angeklopft hatte, zog es ihn dann doch wieder nach München. Obwohl er eigentlich schon sein Karriereende verkündet hatte, stand er auch noch dem neuen Trainer Niko Kovac in seiner schweren ersten Saison zur Seite. Einen Tag nach dem gewonnenen Finale des DFB-Pokals gab er im Mai 2019 seinen erneuten Abschied aus München bekannt. Wie und ob es danach weitergeht, steht noch in den Sternen.