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Parallel-Rennen: Deutsches Team holt WM-Bronze | BR24

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Mit der Bronzemedaille im Parallel-Rennen in Cortina d'Ampezzo kann die deutsche Mannschaft den nächsten WM-Erfolg feiern. Im kleinen Finale setzte sich das Mixed-Team gegen die Schweiz durch. Gold gewann überraschend Norwegen vor Schweden.

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Parallel-Rennen: Deutsches Team holt WM-Bronze

Mit der Bronzemedaille im Parallel-Rennen in Cortina d'Ampezzo kann die deutsche Mannschaft den nächsten WM-Erfolg feiern. Im kleinen Finale setzte sich das Mixed-Team gegen die Schweiz durch. Gold gewann überraschend Norwegen vor Schweden.

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Von
  • Cristina Krüger

Alexander Schmid, Stefan Luitz, Andrea Filser und Emma Aicher fuhren im Parallel-Slalom bei der WM in Cortina d'Ampezzo auf den dritten Platz. Im Halbfinale musste das deutsche Team den Schweden den Vortritt lassen, konnte sich dann aber im kleinen Finale gegen die Titelverteidiger aus der Schweiz durchsetzen. Hinter überraschend starken Norwegern und Schweden schaffte es das DSV-Team noch auf das Treppchen und holte in einem weiteren Hundertstelkrimi die vierte WM-Medaille. "Extrem cool", nannte der deutsche Frauen-Bundestrainer Jürgen Graller den Erfolg und lobte die Auswahl. "Die haben eine Mords-Gaudi. Hier eine Medaille zu machen, das ist für uns schon echt cool".

In jedem Durchgang des im Mixed ausgetragenen Team-Events gingen pro Nation jeweils zwei Damen und zwei Herren an den Start. Der DSV hatte die Maximalzahl von sechs Athletinnen und Athleten nominiert - Lena Dürr und Linus Straßer standen ebenfalls bereit, gingen aber nicht an den Start. Das deutsche Team startete als Mitfavorit in den Wettbewerb - und wurde dieser Rolle bis zum Halbfinale auch gerecht.

Starker Auftakt für den DSV

Filser eröffnete das Rennen vor Schmid. Beide gewannen ihre Fahrten und brachten den DSV mit 2:0 in Führung. Auch Luitz ließ nichts anbrennen und fuhr den DSV ins Viertelfinale. Lediglich das erst 17 Jahre alte "DSV-Küken" Emma Aicher musste sich ihrer britischen Kontrahentin Alex Tilley geschlagen geben.

Im zweiten Durchgang lieferte Aicher erneut eine sehenswerte Vorstellung ab, nur ein Hundertstel nach der Italienerin überquerte sie die Ziellinie. Luitz, Filser und Schmid konnten ihre Duelle aber gewinnen und warfen den Gastgeber aus dem Wettbewerb.

Deutschland verfehlt Finaleinzug

Andrea Filser gewann gegen Schweden auch ihr drittes Rennen, die Gegnerin musste nach einem Fehler ausscheiden. Die Zeit von Filser war allerdings nicht optimal - und die Bedingungen auf der blauen Strecke zunehmend schlechter. Auf diesem Kurs sorgte dann ein Patzer von Schmid für einen Sieg von Kristoffer Jakobsen. Luitz gewann zwar sein Rennen, in der Addition der Zeiten fehlte aber fast eine halbe Sekunde, weshalb die deutsche Mannschaft den später siegreichen Schweden den Vortritt lassen mussten.

Zum Auftakt des kleinen Finales hatte WM-Debütantin Aicher gegen die Schweizerin Wendy Holdener keine Chance. Luitz fuhr gegen Sandro Simonet für den DSV den 1:1-Ausgleich heraus, bevor Filser - ebenfalls WM-Debütantin - im Zweikampf gegen Camille Rast auf 2:1 stellte. Die Entscheidung sollte zwischen Schmid und Semyel Bissig fallen. Der Schweizer entschied dieses Rennen zwar für sich, konnte aber nicht die nötige Zeit herausfahren, was die Bronzemedaille für das DSV-Team bedeutete. "Mir kommt's vor wie ein Traum, erste WM, erste Medaille. Wir sind so ein super Team", sagte die 27-Jährige Filser nach dem Rennen. Bei der WM 2013 gab es dem schon mal Bronze in diesem Wettbewerb.

"Team-Event ist immer was Cooles. Als Team gewinnt oder verliert man zusammen. Und es macht uns Deutschen viel Spaß, wir sind ziemlich schnell unterwegs". Stafan Luitz.

Schweden und Norwegen sorgen für Favoritensterben

Für eine Überraschung sorgten die Norweger, die erst das Team aus der Schweiz aus dem Wettbewerb warfen und am Ende Gold holten. Schweden schlug zuvor die Favoriten aus Österreich im Viertelfinale und landete auf dem zweiten Platz.

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Bildrechte: picture alliance/dpa/Michael Kappeler

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