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Wenn die Würzburger Freiwasserschwimmerin Leonie Beck im Wasser ist, ist sie in ihrem Element. Die 24-Jährige will bei den Olympischen Spielen in Tokio vom 23. Juli bis 8. August um Gold kämpfen. Wir haben Sie bei ihrem Training begleitet.

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Olympia in Tokio: Leonie Beck und der "Tag ihres Lebens"

Vom 23. Juli bis 8. August wird bei den Olympischen Spielen in Tokio um Gold gekämpft. Freiwasserschwimmerin Leonie Beck vom SV Würzburg 05 wird über die 10-Kilometer-Distanz ins Rennen gehen und will überzeugen.

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Von
  • Irina Hanft

Das Freiwasserrennen über 10 Kilometer: In Doha hat es im März für eine Bronzemedaille gereicht. Endlich darf Leonie Beck zeigen, was sie in der Bucht von Tokio erreichen kann. Schließlich wartet sie auf dieses Rennen schon so lange. Durch ihren neunten Platz im 10-Kilometerrennen der WM 2019 hat die 24-jährige ihr Ticket für Tokio schon seit fast zwei Jahren sicher in der Tasche.

Rennen kann blutig werden

"Ich hoffe auf den Tag meines Lebens und dass ich beim Rennen so wenig Fehler wie möglich mache", erklärte Leonie Beck dem BR vor ihrem Abflug nach Tokio. Fehler könnten schnell passieren, im Wasser des Odaiba Marine Parks, so Beck. 25 Freiwasser-Schwimmerinnen, die Besten der Welt, kämpfen dort um Medaillen. "Es kann zu einem Gerangel kommen, ich bin schonmal aus einem Rennen mit einem blutenden Auge rausgekommen, aber das ist nicht tragisch."

Andere Bedingungen als in Würzburg

Leonie Beck trainiert größtenteils im 50-Meter Becken des Schwimmvereins Würzburg 05. Das Wasser im Adamibad hat konstante 26 Grad und Beck kennt jede einzelne Beckenfließe. Tokio bedeutet demnach eine Umstellung für die 24-Jährige. Das Wasser könnte wellig werden, es könnten Tiere im Wasser sein, sagt sie. Im Freiwasser müsse man nehmen, was man kriegt, scherzt die gebürtige Augsburgerin, schließlich hätten alle Athletinnen dieselben Bedingungen.

Keine Fans bei Olympia

Bei den Wettkämpfen in Japan sind keine Zuschauer zugelassen. Das gilt für Tokio und drei Nachbar-Präfekturen, wo erneut der Corona-Notstand ausgerufen wurde. Das stört Leonie Beck nicht so sehr, denn ihr Vater Alexander Beck, Arzt im Klinikum Würzburg Mitte, ist seit vielen Jahren auch der Teamarzt der Schwimmer und wird in Tokio bei ihr sein. "Ich habe Riesenglück, er ist ein Anker für mich", freut sich Beck. Bei der Eröffnungsfeier der Spiele am 23. Juli wird Beck noch nicht in Tokio sein, sie wird erst eine Woche später nach Tokio fliegen.

Cool bleiben: Freiwasserass Lurz drückt alle Daumen

Im Schwimmverein Würzburg 05, der Bundesstützpunkt für Freiwasserschwimmen im Deutschen Schwimmverband, drückt auch Thomas Lurz für Leonie Beck die Daumen. Der zwölfmalige Schwimmweltmeister und dreimalige Olympia-Teilnehmer ist der Präsident des Vereins. "Wir sind sehr stolz darauf, dass Leonie Beck an den Olympischen Spielen in Tokio teilnimmt. Wir wünschen ihr alles Gute. Als Tipp: Cool bleiben!", rät Rekordweltmeister Lurz seinem Schützling. Leonie könne an einem guten Wettkampftag alles erreichen, von Platz eins bis Platz acht.

Glücksbringer ist mit dabei

Vielleicht sorgt Becks Glücksbringer für eine Olympia-Medaille. Das sind zwei Ketten, die sie immer dabei hat. Ein Anhänger mit einem "L" (für Leonie) und ein Kreuz. Tragen darf sie Schmuck beim Wettkampf zwar nicht, aber in der Sporttasche wird sie die Kette auf alle Fälle dabei haben.

Beck tritt über die 10 Kilometer im Freiwasser am 3. August um 23:30 Uhr deutscher Zeit an.

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