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Olaf Thons Rat an Alaba: "Familie FC Bayern" dem Geld vorziehen | BR24

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Der ehemalige Nationalspieler Olaf Thon - einst beim FC Bayern und Schalke 04 unter Vertrag - sprach in Blickpunkt Sport über den Siegeszug der Münchner, den Verhandlungs-Marathon mit David Alaba und über die aktuelle Nachwuchsarbeit in den Klubs.

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Olaf Thons Rat an Alaba: "Familie FC Bayern" dem Geld vorziehen

Der ehemalige Nationalspieler Olaf Thon - einst beim FC Bayern und Schalke 04 unter Vertrag - sprach in Blickpunkt Sport über den Siegeszug der Münchner, den Verhandlungs-Marathon mit David Alaba und über die aktuelle Nachwuchsarbeit in den Klubs.

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Von
  • Sonja Weinfurtner

Für Olaf Thon ist nach dem 8:0 gegen den FC Schalke 04 zwar der FC Bayern München wieder Favorit in dieser Saison, allerdings würde er sich deutlich mehr Spannung um den Titelkampf wünschen, weil der FC Bayern mit dem Triple in der vergangenen Spielzeit "Phantastisches erreicht" hat.

"Ich bin natürlich auch Realist und weiß, dass Bayern höchstwahrscheinlich Meister wird. Wir haben aber jetzt auch die Dortmunder gesehen, die wirklich gegen Gladbach furios gespielt haben. Leipzig macht auch einen guten Eindruck mit Nagelsmann und von daher hoffe ich, dass wir mal einen anderen Meister sehen." Olaf Thon

Der Gelsenkirchener zeigte sich selbst erstaunt über diesen Kantersieg - 26 Tage nach dem Champions-League-Triumph. Er hatte eigentlich gedacht, dass im Auftaktspiel ein "kleines Wunder" zu Gunsten der Schalker möglich wäre. Aber aus dem Wunder wurde nichts - ganz im Gegenteil. Dennoch schmunzelt Thon: "Lieber einmal 8:0 als acht Mal 1:0 verlieren!"

Thon stellt Supercup-Finale in Budapest in Frage

Auf den FC Bayern München wartet am Donnerstag das Spiel um den UEFA-Supercup gegen Sevilla. 3.000 Bayern-Fans dürfen mit nach Ungarn reisen. Rund 20.000 Fans sollen in der etwa 67.000 Zuschauer fassenden Puskás Aréna im Herzen Budapests Platz nehmen. Das entspricht einer Auslastung von dreißig Prozent. Zehn Prozent mehr, als derzeit in den Bundesligastadien gestattet.

Die Corona-Fallzahlen in der ungarischen Hauptstadt werfen jedoch Fragen nach der Sicherheit auf. Thon versteht nicht, warum diese Partie unbedingt in Ungarns Hauptstadt stattfinden muss: "Ich finde es ja gut, wenn die Zuschauer zurückkommen, aber die haben ja zehn Mal so hohe Zahlen wie wir", meint der 54-Jährige zum Austragungsort.

Der Fall Alaba: Familie statt Millionen?

Thiago hat den FC Bayern verlassen, bleibt der Österreicher David Alaba? "Ich glaube, es kommt auf das Menschliche an", schätzt Thon den Stand der Verhandlungen mit Abwehrspieler David Alaba ein - nicht zwingend ums Geld. Der Ex-Profi betont, dass früher die Verträge in wenigen Minuten abgesprochen wurden. Er bestärkt Alaba zum Verbleib bei den Münchnern: "Du hast da wirkliche eine Familie, ein Triple, das man verteidigen sollte. Das geht am Besten mit Alaba."

Thon über Verstärkungen und den Fußball-Nachwuchs

Thon stellt fest, dass auch nichts gegen weitere Verstärkungen in Reihen der Münchner spricht: "Gute Spieler kann man nie genug haben. Für den Konkurrenzkampf, es werden höchstwahrscheinlich auch Verletzungen kommen."

Der 54-Jährige begrüßt es, dass vor allem auch die jungen Spieler in allen Klubs besser eingebunden und an die Profis herangeführt werden. Gerade durch Corona habe sich in einigen Vereinen auch die finanzielle Basis verändert. So wurden nicht mehr nur große Transfers getätigt, sondern auf die eigene Jugend gesetzt: "Das ist ja auch die Zukunft, mit der man international erfolgreich ist", betont Thon. Er sieht darin den richtigen Weg, denn "die Spanier und Franzosen haben das vorgemacht, waren damit erfolgreich."