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Dieter Reiter, Oberbürgermeister München

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Von Reiter bis Bierhoff - Reaktionen auf Zuschauer in München

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßt die Entscheidung, bei der Fußball-EM rund 14.000 Zuschauer ins Stadion zu lassen. Aber er kritisiert den späten Zeitpunkt der Entscheidung. Auch die Polizei muss nun "zusätzliche Belastung" meistern.

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Die bayerische Staatsregierung hat in der Kabinettssitzung beschlossen, zu den vier Spielen der Fußball-EM in der Fußball Arena München rund 14.000 Zuschauer (20 Prozent der Gesamtkapazität) als Pilotversuch mit Hygienekonzept, Testpflicht und einer gesicherten Zerstreuung der Zuschauer vor und nach dem Spiel zuzulassen.

Diese Entscheidung findet großen Zuspruch. Nationalspieler Robin Gosens sprach von einer "geilen Geschichte. Das ist beflügelnd, gigantisch." Sein Teamkollege Kai Havertz befand: "Wir leben einfach von den Fans. Die 14 000 werden sich anhören wie 80 000."

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Bei den EM Spielen in München sind rund 14.000 Zuschauer zugelassen. Die Nationalspieler Robin Gosens und Kai Havertz freuen sich darüber.

Leise Kritik von Reiter

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) freut sich darüber, dass so viele Fans in der Münchner Arena zugelassen werden. "Ich freue mich, dass nunmehr endlich klar ist, dass die Münchner EM-Spiele mit Zuschauern im Stadion stattfinden können."

Reiter hatte schon Mitte Mai im BR-Interview gemahnt: "Allzu lange warten wird man nicht mehr können, wenn man einen geregelten Ablauf sicherstellen will." Daher kritisierte der Oberbürgermeister in seiner Pressemitteilung den späten Zeitpunkt der Entscheidung: "Für alle Beteiligten wäre allerdings eine frühere Entscheidung hilfreich gewesen." Denn die Infektionslage sei in München seit Wochen stabil.

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bemängelte am Sonntag im BR Fernsehen, dass die Zuschauerfrage noch nicht geklärt sei. Nach dem Beschluss des Kabinetts sagte er: "Wir wären ein schlechtes Gastgeberland, wenn wir diese 14.000 Zuschauer nicht hätten zulassen können."

Bedenken bei Sicherheitsbehörden

Die Sicherheitsbehörden sehen die Entscheidung mit gemischten Gefühlen. "Es ist sehr, sehr viel Arbeit, aber wir werden das schultern", sagte Peter Pytlik, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern. Ob die Entscheidung in Pandemie-Zeiten sinnvoll sei, wolle er nicht bewerten, es werde aber eine "zusätzliche Belastung" auf die Polizei zukommen. "Wir dürfen auch die Innenstadt nicht außer Acht lassen. Die Leute werden natürlich feiern bei den Spielen."

Vier EM-Spiele in München

In der Münchner Allianz Arena finden bei der Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli zunächst die drei deutschen Vorrundenspiele statt. Joachim Löws Mannschaft trifft am 15. Juni auf Weltmeister Frankreich, am 19. Juni auf Titelverteidiger Portugal sowie am 23. Juni auf Außenseiter Ungarn. Zudem ist am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt. Die DFB-Elf würde dem Spielplan zufolge aber nur als Gruppendritter zum K.o.-Duell nach München zurückkehren.

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Nach der Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, rund 14.000 Fans pro Spiel bei der Fußball-Europameisterschaft 2021 in München zuzulassen, äußert sich die dritte Bürgermeisterin Verena Dietl.

Aiwanger: "Wären schlechte Gastgeber, wenn ..."

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hatte am vergangenen Sonntag im BR Fernsehen bemängelt, dass die Zuschauerfrage noch nicht geklärt sei. Nach dem Beschluss des Kabinetts sagte er: "Wir wären ein schlechtes Gastgeberland, wenn wir diese 14.000 Zuschauer nicht hätten zulassen können."

Bedenken bei Sicherheitsbehörden

Die Sicherheitsbehörden sehen die Entscheidung mit gemischten Gefühlen. "Es ist sehr, sehr viel Arbeit, aber wir werden das schultern", sagte Peter Pytlik, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern.

Ob die Entscheidung in Pandemie-Zeiten sinnvoll sei, wolle er nicht bewerten, es werde aber eine "zusätzliche Belastung" auf die Polizei zukommen: "Wir dürfen auch die Innenstadt nicht außer Acht lassen. Die Leute werden natürlich feiern bei den Spielen."

Oliver Bierhoff freut sich auf EM

DFB-Direktor Oliver Bierhoff nahm die Nachricht freudig auf und bedankte sich bei der Politik. "Wir freuen uns riesig darüber. Das ist eine ganz wichtige Entscheidung - für uns, aber auch für den Standort München".

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Oliver Bierhoff freut sich auf die EM

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Die Bayerische Staatsregierung erlaubt rund 14.000 Zuschauer bei der Fußball-Europameisterschaft in der Münchner Allianz Arena. Eine Einschätzung von BR-Sportreporter Thomas Klinger.

Vier EM-Spiele in München

In der Münchner Allianz Arena finden bei der Fußball-Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli zunächst die drei deutschen Vorrundenspiele statt. Joachim Löws Mannschaft trifft am 15. Juni auf Weltmeister Frankreich, am 19. Juni auf Titelverteidiger Portugal sowie am 23. Juni auf Außenseiter Ungarn.

Zudem ist am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt. Die DFB-Elf würde dem Spielplan zufolge aber nur als Gruppendritter zum K.o.-Duell nach München zurückkehren.