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Nur 35 Minuten-Einsatz: Das große Rätselraten um Sané | BR24

© Picture alliance/dpa

Leroy Sané

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    Nur 35 Minuten-Einsatz: Das große Rätselraten um Sané

    Als Königstransfer zum FC Bayern gekommen, musste Nationalspieler Leroy Sané im Spiel gegen Leverkusen die vermeintliche Höchststrafe hinnehmen. Der Nationalspieler wurde von Trainer Hansi Flick nach nur 35 Minuten Spielzeit ausgewechselt.

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    Von
    • Robert Müller

    Der 24-Jährige, der in der Jugend auch drei Jahre für Bayer gespielt hatte, saß beim Spiel in Leverkusen zunächst nur auf der Bank. In der 32. Minute kam er für den verletzten Kingsley Coman auf den Platz. Doch bereits 35 Minuten später schickte ihn sein Trainer schon wieder runter. Für den hochgehandelten Transfer kam der 17-jährige Jamal Musiala ins Spiel. Der Nationalspieler schlich mit gesenktem Kopf sichtlich frustriert auf die Tribüne.

    Thomas Müller: "Das ist jetzt eine harte Nummer"

    Sein Mitspieler Thomas Müller musste ihn trösten und gab zu: "Das ist jetzt eine harte Nummer". Zugleich versicherte er aber: "Ich spiele mit Leroy sehr gerne zusammen. Er hat so viel Zug nach vorne". Obwohl er das gegen Leverkusen nicht zeigte, ist sich Müller sicher: "Leroy ist ganz nah dran, dass der Knoten aufgeht." Dafür braucht er laut dem Weltfußballer Robert Lewandowski "nach seiner Verletzung nur noch etwas Zeit".

    Hansi Flick: "Heute mussten wir so reagieren"

    Trainer Hansi Flick sah die Auswechslung auch nicht so dramatisch. Er betonte, die habe vor allem taktische Gründe gehabt. "Es gibt wenige, die ich auswechseln kann, wenn ich Jamal Musiala bringe", sagte der Coach bezüglich dieser Position: Dafür kämen nun mal Thomas Müller, Serge Gnabry und eben Sané in Frage. "Müller sei unverzichtbar gewesen, Gnabry habe sich in der zweiten Halbzeit enorm gesteigert", erklärte Flick. "Von daher gab es die Option Leroy, die musste ich nehmen. Heute mussten wir so reagieren, weil es keine andere Möglichkeit gab", lautete das Fazit des 55-Jährigen.

    Aufmunternde Worte vom Trainer und Mitspieler

    Seinem Spieler gab Flick noch aufmunternde Worte mit: "Er wird das verkraften. Er bekommt all unsere Unterstützung". Auch Müller ist sicher: "Er wird das wegstecken und wir stehen als Mannschaft hinter ihm."

    Sané: Auswechslung "kam überraschend"

    Mittlerweile hat sich auch Sané geäußert. "Die Auswechslung kam im ersten Moment überraschend für mich - das kannte ich so nicht. Aber auch das passiert einmal", sagte der 24-Jährige der Bild-Zeitung. Er spüre dennoch "das volle Vertrauen der Mannschaft", betonte der Flügelspieler und fühle sich "total wohl beim FC Bayern. Ich bin selbst mein größter Kritiker und weiß einzuordnen, dass ich zuletzt mein Leistungsvermögen nicht abrufen konnte. Aber das wird sich ändern", versprach er.

    Der Nationalspieler ergänzte, der Teamerfolg stehe für ihn "über allem". Dass er sein Leistungsvermögen in seinem ersten Halbjahr in München noch nicht ausschöpfen konnte, erklärte er mit seiner Verletzungshistorie und dem Corona-Spielplan. Dieser habe es ihm sehr schwer gemacht, "wieder den richtigen Rhythmus zu finden". Im neuen Jahr "werde ich alles dafür geben, das Vertrauen des Vereins in mich zurückzuzahlen", versprach er.