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Nürnberg verschenkt Sieg gegen Heidenheim in 115 Sekunden | BR24

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Trotz bester Torchancen und einer 2:0-Führung kam der 1. FC Nürnberg zu Hause nicht über ein 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim hinaus.

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Nürnberg verschenkt Sieg gegen Heidenheim in 115 Sekunden

Der 1. FC Nürnberg hat gegen den 1. FC Heidenheim unnötig einen möglichen Sieg verschenkt. Die Franken dominierten das Spiel und führten schon 2:0 - und mussten sich am Ende doch mit einem Remis begnügen.

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Die Ausgangsituation vor der Partie war simpel: Gewinnt der Club, ist der durchwachsene Saisonstart fast abgehakt. Verlieren die Franken, würde Trainer Damir Canadi und seinen Mannen ein ungemütliche Länderspielpause bevorstehen. Die Nürnberger schienen gewillt, letzteres auf jeden Fall zu vermeiden.

Ex-Heidenheimer Dovedan trifft zum 1:0 für Nürnberg

Vom Anpfiff an übernahm der Club die Spielkontrolle, zunächst allerdings noch ohne sich große Chancen herauszuspielen. Der ehemalige Heidenheimer Nikola Dovedan brach nach 30 Minuten den Bann und köpfte zur 1:0-Führung ein. Begünstigt allerdings auch durch kaum vorhandene Heidenheimer Gegenwehr. Club-Torwart Mathenia schlug einen Freistoß weit nach vorne, Frey verlängerte per Kopf und Dovedan konnte problemlos vollenden.

Und Nürnberg wollte nachlegen. Frey per Fallrückzieher knapp drüber (39.), Kapitän Behrens per Kopf knapp vorbei (45.). Nürnberg drängte aufs 2:0, von Heidenheim war offensiv dagegen nichts zu sehen. Auch nach dem Durchgang kamen die Gäste eher überraschend zu gefährlichen Situationen. Ein Schnatterer-Schuss touchierte die Nürnberger Latte (65.), mehr hatte Heidenheim aber lange nicht zu bieten.

Nürnberg verpasst die Vorentscheidung

Als der Club nach 70 Minuten durch Johannes Geis zum 2:0 erhöhte, schien die Partie gelaufen. Zumal die Nürnberger bis dahin noch zahlreiche weitere gute Chancen hatten. Und auch danach: Dovedan vergab leichtfertig, frei vor Torwart Kevin Müller, das 3:0 (80.). Und dann lieferten die Nürnberger wieder einmal ein Paradebeispiel, warum im Frankenland Redewendungen wie "Der Glubb is a Depp!" existieren.

Heidenheim-Comeback in 115 Sekunden

Erst konnte Torwart Mathenia einen durchaus haltbaren, fast zentralen Schuss von Niklas Dorsch nicht um den Pfosten lenken (82.) - der Anschlusstreffer. Nicht einmal zwei Minuten später ließen sich die "Clubberer" wie Anfänger düpieren. Einwurf Heidenheim, ein simpler Doppelpass zwischen Schimmer und Schnatterer und aus gut acht Metern jagte Schimmerer den Ball zum 2:2 ins Nürnberger Netz.

Nürnberg mühte sich zwar noch einmal und stemmte sich gegen den Punktverlust. Doch es blieb beim Unentschieden - und enttäuschten Nürnberger Gesichtern angesichts eines fast schon sicheren und dann verschenkten Sieges. Nürnberg steht mit sieben Punkten aus vier Spielen vorübergehend auf Tabellenplatz sieben, Heidenheim ist mit fünf Zahlern Elfter.

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Nürnbergs Johannes Geis, Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Heidenheim, nach dem enttäuschenden Unentschieden im Interview mit BR-Sportreporter Bernd Schmelzer.

1. FC Nürnberg - 1. FC Heidenheim 2:2 (1:0)

1. FC Nürnberg: Mathenia - Sörensen, Erras, Jäger - Valentini, Behrens, Geis, Nürnberger (88. Kerk) - Hack (78. Lohkemper), Dovedan - Frey (82. Ishak)

1. FC Heidenheim: Ke. Müller - Busch, Mainka, Beermann, Feick (46. Leipertz) - Griesbeck, Dorsch, Theuerkauf - Schnatterer - Multhaup (64. P. Schmidt), Thomalla (74. Schimmer)

Schiedsrichter: Florian Heft (Wietmarschen)

Zuschauer: 27.444

Tore: 1:0 Dovedan (30.), 2:0 Geis (70.), 2:1 Dorsch (82.), 2:2 Schimmer (84.)

Gelbe Karten: Sörensen (1), Geis (3) / Feick (1), Dorsch (1), Beermann (1)

Beste Spieler: Sörensen, Geis / Dorsch, Schnatterer