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Die Nürnberger Spieler stehen nach dem Spiel frustriert auf dem Rasen.
© dpa-Bildfunk/Timm Schamberger
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Die Nürnberger Spieler stehen nach dem Spiel frustriert auf dem Rasen.

Nach einer Viertelstunde hatten sich die Nürnberger leichte Vorteile erarbeitet. Allerdings konnte der Club weder seine fünf Eckbälle noch weitere Einschussmöglichkeiten zur Führung nutzen. Aber auch Schalke agierte bei den Offensivaktionen zu ungenau. Spielkultur war absolute Mangelware.

Immerhin hatten die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit einiges an Dramatik zu bieten. Zuerst stocherte Hanno Behrens die Kugel an Alexander Nübel vorbei in den gegnerischen Kasten. Der Schiedsrichter Robert Kampka wertete den Treffer aber wegen gefährlichen Spiels nicht. Die Entscheidung war höchst umstritten, weil der Schütze seinen Gegner nicht berührt hatte. "Das war Verarschung, dafür habe ich kein Verständnis. Das war ein klares Tor", schimpfte der vermeintliche Torschütze nach dem Spiel über den Referee. In der Nachspielzeit (45. +2) parierte der Schalker Torhüter einen von Behrens getretenen Foulelfmeter.

"Wir haben heute das beste Spiel unter meiner Leitung gemacht und zwei Punkte - auf Grund einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters - verloren." Nürnberg-Trainer Boris Schommers

Ausgleich zwei Minuten nach der Führung kassiert

Unsicherheiten prägten auch den zweiten Spielabschnitt. Die beste Chance hatten die Nürnberger nach rund einer Stunde. Erst pflückte Nübel (64.) einen strammen Schuss von Mikael Ishak, dann rettete er beim Nachschuss durch Sebastian Kerk. Auch Matheus Perreiras Schlenzer schaffte es nicht vorbei (76.) am Schalker Keeper. Ein Abseitstreffer durch Breel Embolo (79.) wurde vom Referee nicht gegeben.

Dann zappelte die Kugel doch noch im Kasten: Yuga Kubo traf (82.) zum umjubelten 1:0 für den 1. FC Nürnberg. Nur zwei Minuten später mussten die Franken aber den Ausgleich durch Matija Nastasic hinnehmen. "Wir sind heute an unserer Chancenverwertung, dem Schiedsrichter und einem überragenden Nübel gescheitert", lautete das Fazit des Nürnberger Trainers Boris Schommers. Durch den entglittenen Sieg bleibt der Club drei Punkte hinter dem VfB Stuttgart auf Platz 17. Die Baden-Württemberger können aber am Samstag gegen Bayer Leverkusen nachlegen.

1. FC Nürnberg - Schalke 04 1:1 (0:0)

Nürnberg: Mathenia - Bauer, Mühl, Ewerton, Leibold (50. Kubo) - Erras - Pereira, Löwen, Behrens, Kerk - Ishak. - Trainer: Schommers

Schalke: Nübel - Stambouli, Salif Sane, Nastasic - Caligiuri, Mascarell, Oczipka - Harit (67. Harit), Boujellab (81. Rudy) - Burgstaller, Skrzybski (46. Embolo). - Trainer: Stevens

Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)

Tore: 1:0 Kubo (82.), 1:1 Nastasic (85.)

Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Pereira (3) - Mascarell, Stambouli (3)

Besonderes Vorkommnis: Nübel hält Foulelfmeter von Behrens (45.+2)

Autoren

Robert Müller

Sendung

B5 Sport vom 12.04.2019 - 22:54 Uhr