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Nürnberg kassiert im Abstiegskampf herbe Klatsche | BR24

© picture-alliance/dpa

Der Nürnberger Robin Hack (l) kämpft mit dem Stuttgarter Orel Mangala um den Ball.

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    Nürnberg kassiert im Abstiegskampf herbe Klatsche

    Der 1. FC Nürnberg macht es im Abstiegskampf weiter spannend. Gegen den VfB Stuttgart hatte das Team von Jens Keller Offensiv und Defensiv wenig zu bieten. Nach der 0:6-Klatsche beträgt der Abstand zum Relegationsplatz nur noch zwei Punkte.

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    Von
    • Margot Lamparter

    "Heute schäme ich mich zum ersten Mal für unsere Leistung", sagte Torhüter Christian Mathenia über die schlechte Vorstellung seines Teams im Abstiegskampf. "Ein bitterer Tag." In der Tabelle liegen die Franken auf Platz 15. Zum Relegationsplatz sind es allerdings nur noch zwei Punkte, deshalb ist am letzten Spieltag gegen Holstein Kiel ein Sieg Pflicht. "Jetzt müssen wir die Wunden lecken und haben ein Endspiel," erklärte Trainer Jens Keller, der die Fehler seiner Mannschaft im Sky-Interview aber deutlich kritisierte. "Die Leistung war sicherlich nicht gut." Dennoch versuchte der Club-Coach positiv zu bleiben: "Wir sind von niemand abhängig und haben es noch selbst in der Hand."

    Club hat gegen den VfB wenig zu bieten

    Am vergangenen Dienstag hatte sich der Club mit einem furiosen 6:0 beim Abstiegskampfkonkurrenten Wehen Wiesbaden den Frust noch so richtig von der Seele geschossen. Gegen den VfB brachten sich die Gastgeber allerdings durch eine schlechte Defensivarbeit in Bedrängnis. Zunächst ließ sich Georg Margreitter das Leder auf der halblinken Abwehrseite als letzter Verteidiger von Silas Wamangituka abnehmen. Der Kongolese lief alleine auf Christian Mathenia zu und schob aus gut 14 Metern eiskalt ein. Der Tabellenzweite ging damit in der 11. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Den Nürnbergern fiel gegen die Abwehr der Gäste Offensiv nicht viel ein. Ein Schuss von Hack aus 21 Metern segelte nicht weit an Gregor Kobels Kasten vorbei. Die Stuttgarter konnten dagegen nachlegen. Eine etwas zu lange Ecke von der rechten Fahne machte Nicolás González vor dem linken Pfosten mit einer akrobatischen Einlage wieder scharf. Im Gewusel leitete Marc Oliver Kempf per Kopf an die mittige Fünferkante weiter. Dort konnte Atakan Karazor das Leder zum 2:0 über die Linie drücken. Es lief für die Gäste. Kurz vor der Pause erhöhte Saša Kalajdžić (41.) noch auf 3:0.

    Stuttgart spielt sich in Torrausch

    Stuttgart schaltete auch mit dem komfortablen Vorsprung nicht zurück und nutzte in der zweiten Hälfte die Schwächen der Franken weiter aus. Kalajdžić konnte trotz Gegenspieler an die mittige Fünferkante flanken. González (52.) stieß direkt in das Missverständnis von Keeper Mathenia und Enrico Valentini hinein und nickte mit voller Wucht zum 4:0 in die Maschen. Kurz darauf holte sich Margreitter beim Zusammenstoß mit Kempf eine Platzwunde an der Stirn und verabschiedete sich in die Kabine.

    Mehr Gegentore sollten sich die Nürnberger mit Blick auf das Saisonfinale am nächsten Sonntag nicht mehr einfangen. Doch die Stuttgarter Offensive kannte keine Gnade. Kamiński verlängerte eine Flanke mit der Stirn aus mittigen acht Metern direkt vor den rechten Pfosten. Dort musste Karazor (63.) aus kurzer Distanz nur noch den rechten Fuß hinhalten. Der Innenverteidiger machte das 5:0 und seinen Doppelpack perfekt. Der gelang in der 76. Minute auch González. Der Argentinier zirkelte das Leder aus 14 Metern präzise mit dem linken Innenrist in die flache linke Ecke. Mathenia war weiter gefordert. Endo prüfte ihn in der 79. Minute. Damit kann der VfB fast schon für den Aufstieg planen. Die Nürnberger liegen noch auf Platz 15, allerdings nur zwei Punkte vor dem Karlsruher SC.

    1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 0:6 (0:3)

    Nürnberg: Mathenia - Valentini, Sörensen, Margreitter (56. Mühl), Handwerker - Geis, Nürnberger - Dovedan (64. Schleusener), Behrens (64. Zrelak), Robin Hack (86. Heise) - Frey (86. Lohkemper). - Trainer: Keller

    Stuttgart: Kobel - Stenzel, Karazor, Kempf (61. Kaminski) - Endo - Wamangituka (56. Mola), Mangala, Klement (73. Klimowicz), Gonzalez - Förster, Kalajdzic (56. Al Ghaddioui). - Trainer: Matarazzo

    Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg) Tore: 0:1 Wamangituka (11.), 0:2 Karazor (26.), 0:3 Kalajdzic (41.), 0:4 Gonzalez (52.), 0:5 Karazor (63.), 0:6 Gonzalez (76.)

    Beste Spieler: - Kalajdzic, Wamangituka, Gonzalez

    Gelbe Karten: Mathenia, Geis (6) - Förster (7)

    Erweiterte Statistik (Quelle: deltatre): Torschüsse: 5:15 Ecken: 0:7 Ballbesitz: 44:56 Prozent Zweikämpfe: 114:116